Winterschwimmfest in Wetzlar

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Winterschwimmfest in Wetzlar

Anna Reibenspiess schreibt ein neues Kapitel

Fünf Gesamtsiege in Wetzlar – 43 Medaillen für den SSKC Poseidon Aschaffenburg beim ersten Langbahntest

Für die im kom­men­den Jahr an­ste­hen­den über­re­gio­na­len Meis­ter­schaf­ten ha­ben die Ver­bän­de ho­he Qua­li­fi­ka­ti­ons­hür­den auf­ge­baut. Um die­se zu meis­tern oder zu­min­dest na­he an sie her­an­zu­kom­men, schick­te Po­s­ei­don-Coach Tom Ehr­hardt ein 17-köp­fi­ges Auf­ge­bot zu ei­nem ers­ten Lang­bahn­best nach Wetz­lar zum stark be­setz­ten 12. Win­ter­schwimm­fest des TV Wetz­lar.

Mit einer Vielzahl persönlicher Bestleistungen, dem Gewinn von insgesamt 43 Medaillen (12 Gold-, 14 Silber- und 17 Bronzemedaillen) und Rang sechs in der Vereinswertung brachte der Test einige Höhepunkte.

Neuer Kreisrekord

So sorgte die 15-jährige Anna Reibenspiess in fünf Rennen für die Tagesbestzeiten aller Altersgruppen und schaffte mit ihrer Siegerzeit von 2:11,00 Minuten über 200 m Freistil einen neuen Kreisrekord. Mit damit erreichten 641 Punkten erhielt sie zwei Auszeichnungen, als Punktbeste im Jahrgang 2002 und ebenso in der offenen Klasse. Die vier weiteren Tagessiege schaffte sie über 400 m Freistil (4:44,33 Min.), 200 m Rücken (2:28,33 Min.), 200 m Schmetterling (2:30,78 Min.- persönliche Bestzeit) und 200 m Lagen (2:27,00 Min. – 631 Punkte).

Nicht weniger stolz durfte Nika Steigerwald mit ihrem Abschneiden im Europabad sein. Die Elfjährige legte das 50m-Brustschwimmen in hervorragenden 36,50 Sekunden zurück, womit sie den bisherigen bayerischen Altersklassenrekord um exakt eine halbe Sekunde verbesserte. Für diese Topzeit erhielt sie 526 Zähler, was ihr die Ehrung für die punktbeste Leistung im Jahrgang 2006 einbrachte.

Bei sehr starker Konkurrenz gerade in ihrem Jahrgang sicherte sie sich außerdem Gold über 100 m Brust (1:22,41 Min.) und 200 m Rücken (2:50,68 Min.) und -beendete alle ihre sieben Rennen mit persönlichen Bestleistungen. Mit diesem Ergebnis blieb sie jedoch nicht allein, denn auch ihre Schwester Alessia (Jg. 2003), Jule Weindel (Jg. 2004) und Liam Tanner (Jg. 2001) schafften mit »sieben auf einen Streich« jeweils einhundert Prozent.

Immer mehr ins Rampenlicht rückte Alexander Gening, neben Nika Steigerwald die zweite Nachwuchshoffnung der Poseidonen im Jahrgang 2006. Er beeindruckte durch seine Vielseitigkeit, erzielte sechs persönliche Bestzeiten und sicherte sich dreimal Gold und einmal Silber. Die höchste Punktzahl erreichte er bei seinem Sieg über 400 m Freistil, wo er seine Hausmarke auf sehr gute 5:14,14 Minuten hochschraubte.

Auch fünf weitere Akteure verdienten sich Ehrhardts besonderes Lob: Ilyas Mirzoev (Jg. 2000) schaffte sechs neue Hausmarken bei sieben Starts. Jannik Pothorn (Jg. 2002 – 4/7), Hajo Krauss (Jg. 2003 – 3/4), Justin Arapaj (Jg. 1999 – 3/7) und vor allem Katharina Reibenspiess (Jg. 2000 – 3/5), die nach einer Auszeit auch auf der 50m-Bahn zeigte, dass mit ihr wieder voll zu rechnen ist – gerade auch im Hinblick auf den nächsten DMS. Dort nämlich wollen die Poseidonmädels den Wiederaufstieg in die Bayernliga schaffen.

Viele Bestleistungen

Von den sechs gemeldeten Nachwuchsschwimmern der SG Elsenfeld/Kleinwallstadt gingen in Wetzlar nur die drei Mädels an den Start und überzeugten bei ihren jeweils acht Starts ebenfalls mit mehreren Bestleistungen auf der Langbahn. Der größte Satz nach vorn gelang der elfjährigen Amelie Glasmann über 100 m Freistil. Sie steigerte ihre Hausmarke auf 1:14,80 Minuten und kam damit als Fünfte im Jahrgang 2006 nahe an die Podestplätze heran. Die ein Jahr jüngere Amira Kraus erreichte den undankbaren vierten Rang im Sprint über 50 m Rücken mit einer Steigerung auf 43,73 Sekunden.

Heinz Grasmann

2017-12-15T15:12:50+00:00