Süddeutsche Meisterschaften in Dresden und Erlangen

///Süddeutsche Meisterschaften in Dresden und Erlangen

Süddeutsche Meisterschaften in Dresden und Erlangen

Silbernes Wochenende der Poseidon-Mädels

Fünf Vizemeisterschaften bei den süddeutschen Titelkämpfen in Dresden und Erlangen

An zwei Wett­kamp­f­or­ten über­zeug­ten die Schwim­me­rin­nen des SSKC Po­s­ei­don Aschaf­fen­burg am Wo­che­n­en­de:

Bei der süddeutschen Meisterschaft der älteren Jahrgänge in Dresden wurde die Staffel über 4 x 200m Freistil überraschend Vizemeister, Anna Reibenspiess und Cäcilia Bausback holten zudem zusammen dreimal Silber in der Jahrgangswertung, und Nika Steigerwald erreichte Rang zwei im Mehrkampf der »Süddeutschen« in Erlangen. Fünfmal Silber gab es für die Schwimmer des SSKC auf dieser Ebene noch nie.

In Dresden errang Cäcilia Bausback (Jg. 2003) über 50 m Schnetterling mit neuer persönlicher Bestzeit (30,13 Sek.) einen guten 13. Rang (30 Teilnehmerinnen). Über 100 m Freistil belegte die gleichaltrige Anika Heinz mit einer Steigerung auf gute 1:02,64 Minuten den 26. Platz (41).
Im schnellsten Lauf des Jahrgangs 2002 machten drei Athletinnen aus Bayern den Sieg unter sich aus. Den Titel holte überlegen Annalena Wagner (SG Mittelfranken, 59,17 Sekunden). Dahinter wurden Anna Reibenspiess und Kathrin Bachmeier (SG Nordoberpfalz) mit 1:00,78 Minuten gestoppt und erreichten gemeinsam den Silberrang.

Den Coup des ersten Tages landeten Fabienne Krüger, Anna Reibenspiess, Cäcilia Bausback und Anika Heinz in der 4 x 200 m-Freistilstaffel. Das junge Quartett schob sich hinter dem siegreichen SC Wiesbaden (8:57,73 Min.) auf die zweite Position und stellte mit 9:00,84 Minuten (Schnitt: 2:15,21) einen neuen Kreisrekord auf.

Reibenspiess mit Kreisrekord

Über 200 m Rücken (2:26,64 Min.) und 400 m Freistil (4:39,62) konnte Reibenspiess nicht ganz an ihre zuletzt gezeigten überragenden Leistungen anknüpfen und verpasste als Vierte jeweils knapp das Podest. Das Finale der offenen Klasse erreichte Reibenspiess jedoch mit einer Glanzleistung über 200 m Freistil. In den Vorläufen verbesserte sie ihren Kreisrekord von 2:11,00 Minuten auf famose 2:08,47 und erreichte damit Platz sechs im Feld der 74 Teilnehmerinnen und Rang zwei in der Jahrgangswertung. Im Finale unterbot sie mit 2:09,27 Minuten ein weiteres Mal die 2:10-Marke und schob sich damit auf Rang vier vor.

Cäcilia Bausback sicherte sich in ihrer Spezialdisziplin 200m Delfin hinter der vierfachen Titelträgerin Rosalie Kleyboldt (SC Wiesbaden, 2:22,38 Min.) in starken 2:26,69 Minuten Silber. Außerdem erreichte sie mit neuer Bestmarke (1:07,10 Min.) über 100 m Schmetterling als beste bayerische Teilnehmerin einen beachtenswerten sechsten Platz.

Bei den »Süddeutschen« der jüngeren Jahrgänge in Erlangen bestritten Nika Steigerwald und Alexander Gening den für den Jahrgang 2006 ausgeschriebenen Mehrkampf, wo sie zum engsten Favoritenkreis zählten. Jule Weindel (Jg. 2004) hatte sich als einzige Teilnehmerin der Untermainvereine für Einzelrennen qualifiziert.

Für einen Auftakt nach Maß sorgte in Erlangen Nika Steigerwald. Zunächst stand mit 200 m Brust nicht die bevorzugte Strecke der sprintstarken Haibacherin an. Die bayerische Mehrkampfsiegerin teilte sich ihr Rennen jedoch gut ein, spielte auf der letzten Bahn ihre Sprintstärke aus und sorgte mit ihrem Sieg in neuer persönlicher Bestzeit von 2:54,12 Minuten (bisher 2:56,44) für eine gute Ausgangsbasis. Mit der Dresdenerin Franziska Specht (2:54,76) und Mia Sattelmaier (VfL Waiblingen, 2:58,65) auf zwei und drei zeichnete sich der spätere Dreikampf an der Spitze ab.
Nach dem 200m-Lagenschwimmen, bei dem die Württembergerin (2:38,35 Min.) mit 505 Punkten gewaltig aufholte, ging Franziska Specht (2:38,78/501 Punkte) zwischenzeitlich knapp in Führung. Die meisten Punkte wurden anschließend beim Beinschlag über 50 m im Brustschwimmen vergeben. Auch hier hatte Sattelmaier (47,26 Sek./722) die Nase vorn und übernahm damit die Spitze vor der an zwei platzierten Nika (47,92/692) und Specht (49,94/612). An dieser Reihenfolge sollte sich nichts mehr ändern, denn Sattelmaier erwies sich auch über 100 m Brust und 400 m Freistil als fleißigste Punktesammlerin der insgesamt 16 Teilnehmerinnen am Mehrkampf und holte sich mit 2674 Punkten den Sieg vor Nika Steigerwald, die als sehr gute Zweite mit 2587 Zähler vor Specht (2509) und der Darmstädterin Navina Edling (2503) Silber einheimste.

Ärgerlicher Wendefehler

Ein Wendefehler verhinderte einen weiteren Medaillengewinn für die Poseidonen. Alexander Gening, Zweiter im Mehrkampf auf Landesebene, meldete zum Auftakt mit einem dritten Platz über 200 m Brust in 2:57,58 Minuten (362 Punkte) seine Ambitionen auf einen Podestplatz an, patzte jedoch im Lagenschwimmen, wo er wegen eines Wendefehlers disqualifiziert wurde und folglich keine Punkte erhielt. Damit war der Traum von einer Medaille zwar beendet, doch schaffte der Aschaffenburger n in der Endabrechnung mit 1493 Punkten noch einen guten achten Rang unter den 13 angetretenen Mehrkämpfer.

Jule Weindel (Jg. 2004) überzeugte bei ihren Einzel-Starts im Kraulschwimmen. Über 200 m blieb sie als gute 14. mit 2:18,61 Minuten erstmals unter 2:20 und die 50-m-Strecke sprintete sie in 29,54 Sekunden.

hgr


Dresden und Erlangen im Blickpunkt

Sieben Jugendliche des SSKC Poseidon starten bei »Süddeutscher« – Spannung im Mehrkampf

Nach dem er­folg­rei­chen Ab­schnei­den bei den »Baye­ri­schen« in Bay­reuth ste­hen für die Spit­zen­schwim­mer des SSKC Po­s­ei­don Aschaf­fen­burg an die­sem Wo­che­n­en­de die süd­deut­schen Meis­ter­schaf­ten als wei­te­rer Sai­son­höh­e­punkt auf dem Plan.

Cäcilia Bausback, Anika Heinz (beide Jg. 2003), Fabienne Krüger und Anna Reibenspiess (beide Jg. 2002) haben sich für die von Freitag bis Sonntag stattfindenden Titelkämpfe in Dresden qualifiziert, wo die Titel in der offenen Klasse und für die Mädels in den Jahrgängen 2002 und 2003 die Jahrgangstitel vergeben werden.

In Spezialdisziplinen am Start

Im vorigen Jahr auf Landesgruppen-Ebene mit Silber dekoriert, gehen Anna Reibenspiess (200 und 400 m Freistil) und Cäcilia Bausback (200 m Schmetterling) auf diesen ihren Spezialdisziplinen erneut aussichtsreich an den Start und werden sicher auch bei ihren weiteren Einsätzen angreifen. Zusammen mit Anika Heinz und Fabienne Krüger bestreiten sie außerdem die Staffeln über 4 x 100 und 4 x 200 m Freistil sowie 4 x 100 m Lagen. Dabei hat sich das jugendliche Quartett eine Platzierung unter den Top Ten zum Ziel gesetzt.
Die jüngeren Jahrgänge (weiblich 2004/2005 – männlich 2002-2004) treffen bei den 26. süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften am Samstag und Sonntag in der Hannah-Stockbauer-Halle im Erlanger Röthelheimbad aufeinander.

Im Rahmen dieser Titelkämpfe wird auch zum elften Mal der schwimmerische Mehrkampf (Mädels Jahrgang 2006/-Jungen 2005/2006) ausgetragen.
Auf diesen ist man beim SSKC Poseidon besonders gespannt, denn mit Nika Steigerwald (Jg. 2006), der Siegerin auf Landesebene, und dem gleichaltrigen Alexander Gening, der Rang zwei belegte; hat der Club gleich zwei heiße Eisen im Feuer.
Beide bestreiten diesen Vielseitigkeitswettbewerb mit Schwerpunkt Brustschwimmen. In dieser ihrer Hauptschwimmart treffen sie im direkten Vergleich auf hervorragende Konkurrenz.

Mit Clubrekord an die Spitze

So muss sich Nika Steigerwald, die mit ihrem Clubrekord von 1:19,69 Minuten über 100 m Brust an die Spitze der DSV-Liste gestürmt ist, unter anderem mit Navina Edling (TSG Darmstadt – 1:19,90 Minuten) und Mia Sattelmaier (VfL Waiblingen) auseinandersetzen. Diese sind auf der doppelten Distanz noch stärker einzuschätzen und bewiesen zuletzt auch ihre Qualitäten über 400 m Freistil und 200 m Lagen, zwei weitere zum Mehrkampf gehörende Disziplinen.

Ein Platz unter den ersten Fünf ist Alexander Gening zuzutrauen. Er wird sich in erster Linie mit dem Augsburger Robin Lienhart messen, der ihn in Bayreuth auf Rang zwei verwiesen hatte.
Einzige Teilnehmerin vom Untermain ist in Erlangen Jule Weindel (Jahrgang 2004) vom SSKC Poseidon. Die Schülerin des Dessauer-Gymnasiums imponierte zuletzt durch starke Leistungen im Kraul- und besonders im Rückenschwimmen (200 Meter in 2:30,04 Minuten). Sie bestreitet am Wochenende drei Rennen: 200 m Rücken, 50 und 200 m Freistil.

Heinz Grasmann

2018-05-08T15:19:12+00:00