Bezirks-Kurzbahnmeisterschaften in Lohr

///Bezirks-Kurzbahnmeisterschaften in Lohr

Bezirks-Kurzbahnmeisterschaften in Lohr

SG TV Elsenfeld/TV Kleinwallstadt erkämpft bei den Kurzbahnmeisterschaften in Lohr vier Titel

Sehr zu­frie­den wa­ren die Trai­ner und Übungs­lei­ter der Schwimms­port trei­ben­den Ve­r­ei­ne aus dem Be­reich des Main­vie­r­ecks mit den Leis­tun­gen ih­rer Schütz­lin­ge bei den un­ter­frän­ki­schen Meis­ter­schaf­ten in Lohr.

Ohne die erste Mannschaft des SSKC Poseidon Aschaffenburg, die in Heidelberg Normen auf der 50-m-Bahn schaffen wollte, erreichten die Vereine dieser Region sechs Einzeltitel in der offenen Wertung, dominierten mit ihrem hervorragenden Nachwuchs, siegten darüber hinaus in einigen Staffelwettbewerben und setzten auch im Bereich der Masters die Akzente.

Alina Hennl souverän

Für die Spitzenleistungen des ersten Tages sorgten erwartungsgemäß die mit einigen Topleuten angereisten Sportler des SV 05 Würzburg mit der Kleinostheimerin Alina Hennl an der Spitze. Die 23-jährige Studentin schwamm ihre sechs Rennen souverän nach Hause und schaffte bei ihrem Titelgewinn über 100 m Rücken mit 1:10,65 Minuten sogar eine neue Hausmarke. Auch bei den Männern beherrschten vier Aktive aus der Schwimmerhochburg die Rennen. Dort behielten Sebastian Beck (4 Titel) und Lucas Willinsky (2) jeweils knapp die Oberhand. Auf sieben Meisterschaften in der offenen Klasse schaffte es die aufstrebende SG Haßberge auf Platz zwei dieser inoffiziellen Wertung, gefolgt von der SG Elsenfeld/Kleinwallstadt (4), VfL Bad Neustadt (3), SC 13 Schweinfurt (2), TSG Kleinostheim und SSKC Poseidon Aschaffenburg. Ein Titel ging auch an die Wellenkiller des TV Marktheidenfeld, deren Mitarbeiterteam sich als umsichtiger Ausrichter der Kurzbahnmeisterschaften erwies.

In hervorragender Form präsentierten sich vier Schwimmerinnen der SG TVE/TVK. Amelie Glasmann (Jg. 2006) sorgte als überraschende Dritte über 200F für die erste Bronzemedaille und einen erfolgreichen Auftakt sowie Ansporn für ihre Teamgefährtinnen. Emelie Lazarov (Jg. 2005) bestätigte darauf ihre starken Leistungen der letzten Zeit mit Siegen über 50 und 200R sowie Podestplätzen auf den Freistilstrecken. Julia Ziegler (Jg. 2006) sicherte sich in neuer persönlicher Bestzeit (1:18,77 Min.) überraschend und hauchdünn den Titel über 100S vor Amelie Glasmann (1:18,81). Adriana Bethke (Jg. 2004) schließlich belohnte sich selbst mit neuer Hausmarke (5:01,64) und der Meisterschaft über 400F.
Bei der Jagd nach Jahrgangstiteln brachten es Amelie Glasmann (7), Adriana Bethke (4), Emilia Lazarov (8) und Julia Ziegler (4) auf insgesamt 23-mal Gold! Bei den SG-Jungs machten Malik Semmler-Lins (Jg. 2006) mit drei und Maximilian Heinrich (Jg. 2009) mit zwei Jahrgangssiegen auf sich aufmerksam.

Neunmal auf dem Podest

Mit neun Podestplätzen (2/4/3) und ebenso vielen neuen Hausmarken zählte Lenny Breer (Jg. 2005) von der TSG Kleinostheim zu den erfolgreichsten Teilnehmern. Über 400F (4:56,91) und 50R (0:35,17) schaffte er es in der offenen Wertung jeweils auf Rang vier (!). Für die Medaillenränge in der offenen Wertung sorgten die etwas älteren Akteure der TSG. Lara Deininger (Jg. 2003) überraschte sich selbst mit ihrem ersten Bezirkstitel (200L in 2:47,58 – persönliche Bestzeit) und Bronze über 100F (1:05,85!). Francis Hartl (Jg. 2001) sicherte sich mit neuer Hausmarke (2:24,42) Silber über 200L sowie dreimal Bronze über 50F, 100F und 100L. Drei neue Marken erarbeitete sich Tim Krenz (Jg. 2002). Über 200 m steigerte sich der Brustspezialist als Zweiter hinter dem Schweinfurter Daniel Heidbeck (2:33,42) auf beachtliche 2:37,85 Minuten (444 Punkte) und auf der halben Distanz auf 1:13,11 Minuten (Bronze). Joshua Jankovsky (Jg. 2003) verzeichnete bei seinen vier Jahrgangssiegen die größte Steigerungsrate über 100S, wo er sich um acht Sekunden verbesserte und erstmals die 1:10-Minuten-Marke unterbot (1:08,44).

Den Vorteil ihrer Hausbahn nutzten vor allem vier Akteure. Allen voran die eifrige Rosa Reitz (Jg. 2008), die es aufgrund ihrer Vielseitigkeit und ihres Talents in sieben Disziplinen mit neuen Hausmarken auf ebenso viele Jahrgangssiege brachte und damit diese Altersklasse dominierte. Ihr ein Jahr jüngerer Vereinskamerad Moritz Krämer empfahl sich mit fünf neuen Bestmarken, die ihm vier Podestplätze (2/1/1) einbrachten. Besondere Beachtung fanden die Masters des TSV Lohr. Die Brüder Alexander (AK 40) und Christian Mineif (AK 35) sorgten jeweils für die Topzeiten, mit denen sie sich auch in der offenen Klasse weit vorne platziert hätten. Echt spitze die Leistung des 38-Jährigen über 400F: 4:31,69 Minuten!

Zehn Einzelrennen mit einer Gesamtlänge von 1350 m und damit das größte Programm bestritt Sophie Schlagmüller (AK 20) vom TV Marktheidenfeld. Die gut konditionierte Sportlerin schwamm ohne gleichaltrige Konkurrenz, stellte aber dennoch fünf neue Hausmarken auf. Ihr punktbestes Ergebnis schaffte sie über 400F (365) mit ihrer beachtlichen Zeit von 5:27,87 Minuten. Ihr vier Jahre jüngerer Vereinskamerad Julian Hock absolvierte die gleiche Disziplin in 4:51,23 Minuten, womit er sich Rang eins in der Juniorenwertung und Silber in der offenen Klasse sicherte. Ein weiteres Gold sicherte er sich im Finale über 100 m Lagen, dem einzigen Wettbewerb, der probeweise über Vor- und Endlauf entschieden wurde. Aus den Reihen der jungen »Wellenkiller« imponierten Robin Geeb (Jg. 2006 – 7 Jahrgangssiege in persönlicher Bestzeit!), Sebastian Stumm (2007) mit acht Podestplätzen (1/5/2) und Melanie Weissbeck (2003), die ebenfalls achtmal (3/2/3) zur Siegerehrung gerufen wurde.

Siege verpasst

Der TV Großostheim brachte es in der Jahrgangswertung auf 12 Podestplätze, ein Sieg blieb den Jugendlichen aus dem Bachgau jedoch versagt. Für die insgesamt zwölf zweiten und dritten Plätze sorgten Emilia Bohn, Ervi Shkurti (je 1) sowie die Geschwisterpaare Schott (6 für Janis und Vitus) und Klug (3 für Anja und Leonie). Gleich fünfmal erfolgreich war dagegen Noah Bohn (AK 20), der seine ersten Masterseinsätze absolvierte und dabei mit neuen Hausmarken im Schmetterlings- und Lagenschwimmen aufwartete. Mit 1:16,64 Minuten blieb er über 100S erstmals unter 1:20-Minuten!

Für die in Heidelberg startenden Asse des SSKC Poseidon Aschaffenburg sprangen die ebenfalls sehr gut vorbereiteten jungen Akteure des Clubs in die Bresche, allen voran die starken Jungs des Jahrgangs 2008. David Billert (50, 100, 200 und 400F, 100 und 200S, 200L), Leon Finnegan (50S, 50, 100 und 200B) und Arthur Geis (50, 100 und 200R) schafften den Durchmarsch (14 Titel!) und wiederholten damit den tollen Erfolg, den die Poseidonjungs des Jahrgangs 1998 vor zehn Jahren in Schweinfurt ebenfalls gebührend gefeiert hatten. Ihre insgesamt je acht Einsätze beendete das Trio einheitlich mit je sechs neuen, sehr beachtlichen Hausmarken.
Auf zehn Jahrgangssiege brachten es die Poseidonjungs des Jahrgangs 2007. Davon gehen sieben alleine auf das Konto des vielseitigen Maxim Sarkany. Im Brustschwimmen standen Niklas Wöhler (50m), Paul Sahm (100m) und Noah Schindler (200m) auf dem Podest ganz oben. Noch jüngere Hoffnungsträger stehen beim SSKC bereit: Bastian Hock (Jg. 2009) brachte es auf 100 Prozent: acht Starts – acht Jahrgangstitel und jeweils mit neuen Bestmarken. Linus Dietrich (Jg. 2010) beendete seine sechs Rennen allesamt siegreich.
Mehrfach auf dem Stockerl auch die Mädels des SSKC Poseidon: Im Jahrgang 2009 waren dies Lissy Konrad (5/2/0 – 8 Bestzeiten) und Leonie Kämmer (2/0/1 – 4), im Jahrgang 2008 Hannah Schäffer (3/2/1 – 5), im Jahrgang 2007 überragte Amira Kraus (5/1/1 – 7!), sehr gut unterstützt von Maren Krauss (1/3/4 – 6). Zusammen mit den flotten Jungs des Jahrgangs 2008, Billert, Finnegan und Geis verteidigte Amira Kraus auch die beiden Titel der im Mixed ausgetragenen Jugendstaffeln über 4x50F (2:07,05!) und 4x50L (2:30,12!). Den Jahrgang 2006 vertraten Vanessa Pohl (1/2/4 – 6) und Lennart Rasch (1/3/0 – 2) erfolgreich.

Erfreulich auch das gute Abschneiden in den etwas älteren Jahrgängen, wo die etwas zu hart angesetzten Normen zu immer kleiner werdenden Teilnehmerfeldern führen. Michael Blum (Jg. 2002) hatte damit keine Probleme. Der Gymnasiast schaffte in der Jahrgangswertung sieben Podestplätze (3/3/1). Über 200R (2:42,34) nutzte er zudem die Chance zu seinem ersten Titel in der offenen Klasse. Die gleichaltrige Lea Dimo kam im Alleingang auf drei Siege.

Der 3-Minuten-Marke genähert

Ein wenig stärker die Beteiligung im Jahrgang 2004. Dort holten Nils Zimmer (5/1/2) und Julius Euler (1/4/0) die Aschaffenburger Medaillen bei den Jungs, die der Mädels Paulina Gaffal (1/2/1), Lola Seifert (1/1/1), Natalie Vavricka (2/2/2) und Hannah Ludwig (4/3/0) ab. Sie war es auch, die der zweifachen Siegerin im Brustschwimmen, Johanna Strobel (SG Haßberge), am nächsten kam und mit zwei Vizemeisterschaften belohnt wurde. Auf der 200-m-Distanz näherte sie sich mit feinen 3:01,60 Minuten ein Stück weiter der anvisierten 3-Minuten-Marke. Ihre Weiterentwicklung zur vielseitigen Schwimmerin bewies die 15-jährige Gymnasiastin mit ihren Leistungen über 50F (0:31,50) und 100L (1:22,36 und Platz zwei in der offenen Wertung – Vorlauf 1:21,47!).

Im Bereich der Masters waren die Aschaffenburger in der AK 45 durch Uwe Bößenecker (4 Siege!) und in der AK 30 durch Yu Zhao (1/1/0) erfolgreich.

Alle Ergebnisse unter www.dsv.de

Heinz Grasmann

2019-04-09T13:12:37+00:00