21. Juni 2026

 

Passend zu Temperaturen von bis zu 37°C wurde am Samstag im Stockstädter Waldschwimmbad die „heiße Phase“ der Schwimmsaison 2025/2026 am bayerischen Untermain eingeläutet. Zusammen mit den Unterfränkischen Meisterschaften in Großostheim in zwei Wochen und dem Schwimmfest im Poseidon-Vereinsbad in vier Wochen bekommen die Schwimmer aus dem Kreis Aschaffenburg also dieses Jahr dreimal die Chance, im Freibad ihr Können unter Beweis zu stellen.

Den Auftakt machten knapp 240 Teilnehmer beim traditionellen Großen Preis von Stockstadt, der in diesem Jahr bereits zum 40. mal stattfand und damit ein kleines Jubiläum feierte. Am Start waren überwiegend die Vereine aus dem Umfeld: Neben dem SSKC Poseidon Aschaffenburg (125 Athleten), dem TV Großostheim (23), der TSG Kleinostheim (21) und der SG Elsenfeld-Kleinwallstadt (20) waren auch die Schwimmvereine aus Hanau, Bad Kissingen, Ebern und Schweinfurt am Start.

Eine tolle Leistung über seine Paradestrecke 50m Brust zeigte Linus Dietrich (2010), der bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften vor zwei Wochen auf Platz fünf in seiner Altersklasse landete. Die dort aufgestellte, bereits sehr starke Bestzeit unterbot er in Stockstadt nochmals um ganze vier Zehntelsekunden und blieb in 0:29,93 erstmals unterhalb der 30-Sekunden-Marke. Mit dieser Leistung hätte er in Berlin die Bronzemedaille gewonnen. Auch bei seinen weiteren Starts trumpfte der Poseidone auf und schwamm tolle neue Bestzeiten, insbesondere über 100m Rücken (1:06,08).

Nicht ganz zufrieden mit seinem Auftritt bei den Titelkämpfen in Berlin war Leon Finnegan (2008), der sich jedoch im Stockstädter Waldschwimmbad rehabilitierte: Der Sprint-Experte schwamm sowohl über 50m Schmetterling (0:26,49) als auch 50m Brust (0:29,93) zwei gute neue Bestzeiten. Über die Brust-Distanz war er damit genauso schnell wie sein Teamkollege Linus Dietrich, die damit gemeinsam ganz oben auf dem Podest standen.

Aus der ersten Wettkampf-Mannschaft des SSKC Poseidon wusste zudem ein Duo des Jahrgangs 2009 zu überzeugen: Timo Bläs schwamm mehrere Bestzeiten und war besonders schnell über die 50m Schmetterling (0:28,82), Teamkollege Bastian Hock zeigte mit 1:03,33 eine starke Leistung über die doppelte Distanz.

Mit insgesamt fünfmal Platz eins war im Jahrgang 2012 Nora Strüder von der TSG Kleinostheim das Maß aller Dinge. Ihre beste Leistung brachte sie zweifellos über 200m Freistil ins Wasser, wo sie mit 2:28,27 eine tolle neue Bestzeit aufstellte.

Genauso oft ganz oben auf dem Podest stand mit Leonie Fried (2013) und Marleen Wolf (2014) ein Duo des SG Elsenfeld-Kleinwallstadt. Fried schaffte dies bei fünf Starts und war damit in ihrer Altersklasse nicht zu schlagen, wobei sie erstmals über die anspruchsvollen 200m Schmetterling am Start war und diese Herausforderung mit Bravour meisterte. Marleen Wolf war insgesamt sechsmal am Start und musste sich einzig über 100m Freistil der Poseidonin Lena Kaiser geschlagen geben.

In Stockstadt am Start waren auch einige Nachwuchssportler, die trotz Hitze und ungewohnter 50m-Bahn einige Ausrufezeichen setzten konnten. Mit drei Siegen über die Bruststrecken war Julius Hahn (2015) vom SSKC Poseidon über diese Lage nicht zu schlagen. Im Jahrgang 2017 stach Vereinskammerad Toni Markic hervor, der eine makellose Bilanz von fünf Bestzeiten und fünf Goldmedaillen bei fünf Einsätzen vorweisen kann.

Stark vertreten war außerdem der Jahrgang 2016: Philip Sommer vom TV Großostheim landete viermal auf Rang eins, ausschließlich Bestzeiten gab es für Teamkollege und Mika Schleunung. Poseidone Kilian Zobel ließ sich von einer Disqualifikation über 100m Rücken nicht aus der Ruhe bringen und holte sich drei Goldmedaillen, unter anderem bei seinem ersten Start über 100m Schmetterling. Zudem überzeugten Carla Becker und Anna Schwegler mit mehreren Bestzeiten und Platzierungen unter den Top-3.

Ein besonderes Event des Großen Preis von Stockstadt ist jedes Jahr die Familienstaffel. In diesem 3x50m Freistil Rennen bilden jeweils drei Familienmitglieder aus mindestens zwei Generationen ein Team, wobei das gemeinsame Schwimmen der Kinder mit ihren Eltern immer wieder für Highlights sorgt. Da die titelverteidigende Familie Brouwer (SSKC Poseidon) nicht am Start war, wurde eine neuer Sieger gesucht.

Nach vielen Jahren der Poseidon-Dominanz in diesem Wettbewerb ging der Sieg diesmal an die Familie Brand von der TSG Kleinostheim, wo Max und Mia mit ihrem Vater Thorsten am Start waren. Platz zwei ging nach Bad Kissingen an die Familie Schlereth, Bronze sicherte sich die Familie Schwegler vom SSKC Poseidon Aschaffenburg. Die „rote Laterne“ ging an die Familie Uhrig, die sich dennoch großen Respekt verdiente: Henri schwamm gemeinsam mit Papa Stefan und Opa Wolfgang und bildete damit die einzige Drei-Generation-Staffel im Starterfeld.