6. Juli 2026

 

Nach der Austragung in Würzburg im vergangenen Jahr fanden die Unterfränkischen Meisterschaften im Schwimmen dieses Jahr wieder im Kreis Aschaffenburg statt: Der TV Großostheim lud als Veranstalter ins heimische Freibad an der Bachgaustraße.

Mit fast 250 Schwimmern und über 1.600 Starts verteilt auf zwei Wettkampf-Tage waren die Meisterschaften bei besten äußeren Bedingungen gut besucht. Mit 119 Schwimmern stellte der SSKC Poseidon Aschaffenburg nicht nur das mit Abstand größte Aufgebot, sondern auch knapp die Hälfte aller Teilnehmer. Während die Gastgeber vom TV Großostheim 29 Qualifikanten ins Rennen schickten, waren die weiteren Vereine des Kreises Aschaffenburg ebenfalls gut vertreten – die TSG Kleinostheim mit 25 Schwimmern und die SG Elsenfeld-Kleinwallstadt mit 22.

Für den gastgebenden TV Großostheim konnte Sebastian Einert (2011) den Heimvorteil ausspielen. Bei sieben Starts stellte er siebenmal eine neue Bestzeit auf – ärgerlich nur, dass es sechsmal lediglich für Platz zwei reichte, da er mit Korbinian Luca Köhler vom 1. SC Schweinfurt einen starken Widersacher hatte. Über 200m Rücken war dieser allerdings nicht am Start – und hier bewies Max Brand von der TSG Kleinostheim seine Klasse und siegte vor Einert. Der 15-Jährige setzte sich nicht nur über diese Distanz durch, sondern sicherte sich auch mit neuen Bestzeiten auch über 100m Rücken und 400m Freistil den Sieg.

Mit zwei Gold- und drei Silbermedaillen in seiner Altersklasse überzeugte Brands Kleinostheimer Teamkollege Laurin Bachmann (2008). Besonders hervorzuheben sind seine Leistungen über 100m Freistil und 100m Rücken, wo er sich jeweils ganz oben auf dem Podest platzierte. Drei neue Bestzeiten und drei Medaillen in drei Rennen gab es zudem für TSG’ler Janis Hein (2009), der sich jeweils nur dem starken Poseidon-Duo Timo Bläs und Bastian Hock geschlagen geben musste.

Aus dem Hause SG Elsenfeld-Kleinwallstadt trumpfte das Brüderpaar Büttner auf: Während Til (2009) dreimal die Podestplätze erreichte, war Bruder Luis (2012) in seiner Altersklasse mit viermal Platz eins noch erfolgreicher – besonders seine neue Bestzeit über 200m Freistil stach dabei hervor.

Im Jahrgang 2013 war Ben Radau vom SSKC Poseidon das Maß aller Dinge: Fünfmal stand er ganz oben auf dem Podest, zweimal auf Rang zwei – eine beeindruckende Ausbeute. Sein gleichaltriger Teamkollege Johannes Schwegler unterstrich mit einer starken Leistung über 200m Lagen seinen Aufwärtstrend und sicherte sich die Bronzemedaille. Vereinskollegin Liv Scherer verpasste die Medaillenränge zwar mehrfach knapp, zeigte mit acht Bestzeiten in acht Starts aber eine makelloses Wettkampf.

In der Altersklasse 2014 setzte Marleen Wolf von der SG Elsenfeld-Kleinwallstadt ein klares Ausrufezeichen: Über die Freistil- und Rückenstrecken war sie kaum zu schlagen und sicherte sich gleich sieben Goldmedaillen, teils mit deutlichem Vorsprung. Lena Kaiser vom SSKC Poseidon präsentierte sich über 100m Freistil ebenfalls in starker Form und verbesserte ihre Bestzeit um eineinhalb Sekunden – für Platz eins reichte es dennoch nicht, da Wolf zwei Zehntelsekunden schneller ins Ziel kam.

Bei den Herren dieser Altersklasse zeigten sich Vincent Lederer und Leo Schmidt (SSKC Poseidon) stark verbessert. Lederer schwamm über 200m Brust eine tolle neue Bestzeit und fischte verdientermaßen die Goldmedaille aus dem Großostheimer Becken. Schmidt stand ebenfalls einmal ganz oben auf dem Podest, er war im Sprint über 50m Brust nicht zu schlagen.

Im Jahrgang 2015 waren gleich mehrere Talente in Bestform. Mathilda ter Stal vom SSKC Poseidon stand siebenmal auf dem Podest und überzeugte dabei besonders über 200m Brust mit einer starken Zeit und einem souveränen Sieg. Teamkollege Leo Kempf verbesserte sich deutlich über 100m und 200m Freistil – zweimal verfehlter er als Vierter nur knapp zum Podest. Für die Gastgeber sorgte Luna Kapraun (TV Großostheim) über 50m Schmetterling für einen Heimsieg.

Im Jahrgang 2016 absolvierte Anna Schwegler ein hartes Programm mit acht Rennen, meisterte dies aber bravourös und gewann sieben Medaillen. Vereinskollegin Carla Becker lieferte über 200m Lagen ein couragiertes Rennen und verdiente sich damit die Goldmedaille in ihrer Altersklasse. Für den TV Großostheim überzeugte Philip Sommer mit mehreren neuen Bestzeiten und fünf Medaillen.

Einen starken Wettkampf lieferte auch Toni Markic (2017) vom SSKC Poseidon mit sechs Goldmedaillen bei sieben Starts ab – besonders über die Rückenstrecken war er nicht zu schlagen. Sein gleichaltriger Vereinskollege Benno Buckow setzte über 50m Schmetterling ein dickes Ausrufezeichen: Mit einer Zeit, die ganze sechs Sekunden unter seiner alten Bestmarke von vor zwei Wochen lag, ließ er der Konkurrenz keine Chance.

Für den TV Großostheim rundete Felix Weigand (2017) mit sechs Medaillen und mehreren neuen Bestzeiten einen starken Auftritt der Gastgeber ab. Er überzeugte insbesondere mit starken Verbesserungen im Brustschwimmen. Über diese Lage zeigte auch das Poseidon-Duo Helena Wicklein (2013) und Noemie Hempel (2014) eine gute Entwicklung und sicherten sich über die 200m-Distanz im Gleichschritt jeweils Bronze in ihrer Altersklasse.

In guter Form zeigten sich zudem einige Masters-Schwimmer, die in Großostheim ebenfalls die Unterfränkischen Meistertitel ausschwammen. Im ausgeschriebenen „Masters-Vierkampf“ sorgte das Poseidon-Duo Marko Bläs (AK 55) und Pascal Mangold (AK 30) für einen Doppelsieg, Rang drei ging an Udo Spiwoks (AK 45) von der SG Elsenfeld-Kleinwallstadt.

Erfolgreich waren die Poseidon-Masters auch in den Staffelrennen. Sowohl über 4x50m Lagen mixed als auch 4x50m Freistil mixed sicherten sich Bläs und Mangold gemeinsam mit Lena Markic (AK 40) und Svenja Hüttenmeister (AK 40) den Sieg in der offenen Klasse und bewiesen damit, dass sie bei den schnellen Nachwuchs-Schwimmern noch gut mithalten können.