Schwimmfest in Seraing/Lüttich

///Schwimmfest in Seraing/Lüttich

Schwimmfest in Seraing/Lüttich

Aschaffenburger Poseidonen für den DMS gut gerüstet

68 neue Hausmarken beim Start in Belgien – Anna und Katharina Reibenspiess schenken sich nichts

Ei­ne Wo­che vor dem Deut­schen Mann­schafts­wett­be­werb (DMS), der bei den Schwim­mern des SSKC Po­s­ei­don Aschaf­fen­burg ei­nen ho­hen Stel­len­wert be­sitzt, fuhr Coach Tom Ehr­hardt mit ei­nem 18-köp­fi­gen Auf­ge­bot zu ei­nem letz­ten Test nach Bel­gi­en.In Seraing, nahe Lüttich, beteiligte sich das Team am Internationalen »Meeting de Janus« und behauptete sich dabei als einzige deutsche Vertretung ähnlich erfolgreich wie im vergangenen Jahr gegen starke Konkurrenz aus 24 belgischen und vier niederländischen Clubs.

Dass sich die intensive Vorbereitung zwischen den Jahren gelohnt hat, das zeigen neben den in den Finalläufen errungenen zwölf ersten, einem zweiten und sechs dritten Plätzen vor allem die 68 persönlichen Bestzeiten, mit einem Clubrekord als Zugabe.

Obwohl er seine Hausmarken knapp verpasste, verdiente sich Justin Arapaj mit Tagessiegen über 100 und 200 m das Prädikat »erfolgreichster Rückenschwimmer« der zweitägigen Veranstaltung. Nicht weniger stolz auf die erreichten Leistungen dürfen Nika Steigerwald und Alexander Gening (beide Jahrgang 2006) sein, die in der Jugendwertung J 2 (Jg. 2006/2007) in Vor- und Finalläufen klar den Ton angaben.

Nika Steigerwald glänzend

Dabei gelang es den beiden, in einigen ihrer jeweils sechs zu absolvierenden Disziplinen ihre starken Leistungen aus den Vorläufen in den Finales noch zu toppen. Nika glänzte mit weißer Weste und feierte ihre zwölf Siege über je 50 und 100 m Freistil und Brust, 100 m Schmetterling und 200 m Lagen. Die größten Fortschritte machte sie im Delfinstil, wo sie ihre Hausmarke über 1:20,84 Minuten im Vorlauf auf feine 1:20,69 Minuten steigerte. Ihr gleichaltriger Trainingspartner hatte einen ähnlichen Lauf, holte sich Gold über je 50 m Freistil und Brust, 100 m Brust und 200 m Lagen sowie Bronze über je 100 m Freistil und Schmetterling. Auch ihm gelang die größte Steigerung als Delfinschwimmer. Er drückte seine Hausmarke um fast 20 (!) Sekunden auf 1:25,79 Minuten.

Mit Franka Timm (2006) kam ein weiteres Talent zu seinen ersten Auslandstarts. empfahl sich mit sechs neuen Hausmarken und erreichte viermal die Finalläufe.

Eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art schrieben Katharina (Jg. 2000) und Anna Reibenspiess (Jg. 2002) im Brustschwimmen über 200 m. Als Zweite der Vorläufe knackte die Jüngere der beiden Schwestern den seit 2000 von Theresia Witzel gehaltenen Clubrekord von 2:52,13 Minuten und stellte ihn auf glatte 2:52,00 Minuten. Schwester Katharina stand mit 2:53, 27 Minuten als Vierte nur wenig nach und erreichte ebenfalls das nachmittägliche Finale, das sie Seite an Seite auf den Bahnen fünf und sechs in Angriff nahmen. Dort überraschte Kathi ihre jüngere Schwester mit einer tollen letzten Bahn (50 m in glatten 44,00 Sekunden!) und einer Steigerung auf 2:51,44 Minuten, und – Anna war ihren Rekord wieder los.

Cäcilia Bausback im Delphin- und Rückenschwimmen, Fabienne Krüger und Anika Heinz im Rücken- und Kraulschwimmen empfahlen sich nachdrücklich für den Mannschaftswettkampf um den Wiederaufstieg in die Bayernliga, Jule Weindel, Alessia Steigerwald und Carlotta Fröhlich taten dies mit neuen Hausmarken zur Nominierung fürs B-Team der Poseidonen.

Tom Ehrhardt sehr zufrieden

Sehr zufrieden war Tom Ehrhardt auch mit seinen männlichen Athleten, gilt es doch, die Lücken zu schließen, die dem SSKC alljährlich durch Vereinswechsel nach dem Abitur entstehen. Liam Tanner (Jg. 2001) schwamm sieben neue Bestzeiten und erreichte so über jeweils 200 m Rücken und Freistil die Finalläufe, die er beide mit guten sechsten Plätzen beendete. Jannik Pothorn (Jg. 2002) unterbot über 100 m Freistil auf der Langbahn erstmals die Minutengrenze und schaffte mit einer enormen Steigerung auf 2:27,92 Minuten als Fünfter über 200 m Rücken den Einzug ins Finale.

Mit verbesserten Zeiten und je einem dritten, vierten und fünften Rang in den Finalläufen bot sich der vielseitig einsetzbare Ilyas Mirzoev an, während sich Hajo Kraus (Jg. 2003) mit fünf neuen Hausmarken selbst seinen 15. Geburtstag versüßte. Die erfreuliche Gesamtbilanz komplettierten Alexander Hebeler (4) und Dovlat Mirzoev (2) mit weiteren persönlichen Rekorden.

Heinz Grasmann

2018-02-05T12:02:53+00:00