Bayerische Jahrgangs in Nürnberg

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Bayerische Jahrgangs in Nürnberg

Riesenjubel beim SSKC Poseidon

25 Medaillen für die Aschaffenburger in Nürnberg – Fünfmal Gold für Anna Reibenspiess

Ein glän­zen­des Er­geb­nis er­reich­te das aus je zehn Schwim­me­rin­nen und Schwim­mern be­ste­hen­de Auf­ge­bot des SSKC Po­s­ei­don Aschaf­fen­burg bei den baye­ri­schen Jahr­gangs- und Ju­nio­ren­meis­ter­schaf­ten in Nürn­berg. Coach Tom Ehr­hardt war hoch zu­frie­den mit der Bi­lanz von zehn­mal Gold, sie­ben­mal Sil­ber und acht­mal Bron­ze.

Den Auftakt zur erfolgreichen Medaillenjagd machte Anna Reibenspiess (Jg. 2002) mit ihrem Sieg über 400 m Freistil. Die Realschulabsolventin bestimmte das Tempo des Rennens und schwamm in 4:35,46 Minuten zu einem klaren Sieg vor Kathrin Bachmeier (SG Nordoberpfalz – 4:41,78). Der Funke sprang über auf David Billert. Bei seinem ersten von neun Starts verbesserte sich der zehnjährige Grundschüler aus dem Kahlgrund um fünf Sekunden auf 5:28,39 Minuten und stand als Bronzemedaillengewinner erstmals auf dem Podest.

Bausback souverän zum Titel

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden über 200 m Schmetterling Cäcilia Bausback und Anna Reibenspiess. Sie verteidigten am Samstag ihre im vergangenen Jahr errungenen Titel souverän in 2:30,25 (Bausback) und 2:31,82 Minuten. Reibenspieß setzte ihre Siegesserie fort, als sie sich in 2:26,94 Minuten über 200 m Lagen ihre dritte Goldmedaille abholte.

Auch David Billert schwamm sich noch zweimal in den Vordergrund. Über 100 m Rücken steigerte er seine Bestmarke auf feine 1:21,45 Minuten und musste Luis Lengfellner (SC Regensburg – 1:21,13) nach tollem Zweikampf denkbar knapp den Sieg überlassen. Nur kurze Zeit später holte er sich hinter dem Coburger Heinlein (2:52,38) im 200m-Lagenschwimmen in 2:54,83 Minuten seine zweite Silbermedaille ab. Einen sehr guten Eindruck hinterließ im selben Rennen auch sein gleichaltriger Trainingspartner Leon Finnegan, der sich unter den 16 Startern des Jahrgangs 2008 den fünften Platz sicherte und in 3:00,60 nur knapp die 3-Minuten-Marke verfehlte.

Steigerwald um Längen voraus

Im dritten der insgesamt fünf Abschnitte schlug die Stunde Nika Steigerwalds. Bis dahin war die zwölfjährige Kaderschwimmerin auf Nebenstrecken gestartet, wobei sie als Vierte über 200 m Lagen dem Podestplatz nahe kam. Über 200 m Brust jedoch nahm sie die Favoritenrolle an und distanzierte in 2:55,79 Minuten die Konkurrenz um Körperlängen. Alexander Gening, ihr gleichaltriger Vereinskamerad, erzielte mit 2:55,82 Minuten fast die gleiche Zeit, womit er bei den Jungs Dritter wurde. Mit 2:58,80 unterbot auch Katharina Reibenspiess die Dreiminutenmarke und erhielt Silber in der Juniorenklasse.

In den zahlen- und leistungsstark besetzten Wettkämpfen über 100 m Freistil hingen die Trauben hoch. Unter die Top Ten schafften es als Fünfte David Billert (1:11,79), Jule Weindel (1:03,47) und Cäcilia Bausback (1:03,77) sowie als Siebte Nika Steigerwald (1:05,96) – alle verbesserten ihre Hausmarken. Übertroffen wurden sie von Anika Heinz (Jg. 2003), die in neuer persönlicher Bestzeit (1:02,46 Min.) wie im vorigen Jahr auf den Bronzerang schwamm.

Zu Beginn des vierten Abschnitts zogen über 200 m Rücken bei zwei äußerst knappen Entscheidungen Poseidon-Athletinnen den Kürzeren: Jeweils eine Hundertstelsekunde trennten Nika Steigerwald (2:45,92 – persönliche Bestzeit) vom Bronzeplatz und Anna Reibenspiess (2:25,61 Min.) von einem weiteren Titel. Die ersten Medaillen gab es in dieser Disziplin für die SSKC-Junioren: Justin Arapaj (2:22,47) erkämpfte sich Silber, Philipp Walter (2:26,55) Bronze.

Für einen goldenen Sonntagmorgen sorgten zwei flotte Delfin-Schwimmerinnen. Anna Reibenspiess näherte sich mit starken 1:06,46 Minuten bis auf zwei Zehntelsekunden dem 15 Jahre alten Clubrekord von Helena Kösterke und distanzierte die Konkurrenz ebenso klar wie David Billert, der damit seinen Medaillensatz komplettierte und sich mit famosen 1:20,96 Minuten an die Spitze der aktuellen DSV-Bestenliste setzte. Mit Silber begnügen musste sich Titelverteidigerin Cäcilia Bausback (1:07,83), die sich in einer engen Entscheidung der Ingolstädterin Larissa Heinemann (1:07,65) beugen musste.

Leon Finnegan überrascht

Auch im letzten Abschnitt ließen die Poseidonen nicht nach. Nika Steigerwald verteidigte ihren Titel über 100 m Brust (1:20,11) erfolgreich, Bronze holten Katharina Reibenspiess (1:23,54) und Alexander Gening (1:22,09). Für die größte Überraschung sorgte Leon Finnegan. Der Zehnjährige distanzierte in einem tollen Rennen seine Konkurrenten um zwei Körperlängen und erreichte mit 1:33,09 Minuten eine ausgezeichnete Zeit.
Über 200 m Freistil, der letzten Einzelentscheidung der Titelkämpfe, zeigten die Poseidonen noch einmal großes Stehvermögen: Nach fünften Plätzen für Nika Steigerwald (2:24,04), Cäcilia Bausback (2:17,19) und Alexander Gening (2:23,70) jeweils mit neuen Hausmarken, setzten Anna Reibenspiess mit ihrem fünften Titel in 2:10,92 Minuten (642 Punkte, ihr bestes Ergebnis) und David Billert (2:35,88) mit seiner dritten Silbermedaille noch einmal deutliche Zeichen.

In der abschließenden Staffel über 8 x 50m Lagen trat das SSKC-Team in der Besetzung Justin Arapaj, Dovlat und Ilyas Mirzoew, Philipp Walter, Anna Reibenspiess, Nika Steigerwald, Cäcilia Bausback und Anika Heinz an und erreichte in 4:10,72 Minuten den fünften Platz.

Starke Debütantinnen

Die vier Debütantinnen der SG TV Elsenfeld/TVKleinwallstadt schlugen sich achtbar. Emelie Lazarov (Jg. 2005) erreichte mit ihrem 12. Rang über 50 m Rücken in neuer persönlicher Bestzeit (0:35,44) die beste Platzierung. Mit den größten Steigerungsraten wartete die ein Jahr jüngere Amelie Glasmann auf. Diese gelangen dem Mädel aus Mespelbrunn über 100 (1:10,72 – 21.) und 200 m Freistil (2:33,44 – 17.).

Für den Glanzpunkt der fünfköpfigen TSG-Gruppe aus Kleinostheim sorgte Chantal Münch. Die dreifache unterfränkische Meisterin im Rückenschwimmen begann mit einem fünften Platz im Sprint (0:33,29) und sorgte mit ihrem dritten Platz über 100 m für eine Überraschung. Mit 1:11,71 Minuten verbesserte sie dabei zugleich ihren erst im Mai aufgestellten Vereinsrekord um 24 Hundertstel. Jonas Schäffer (Jg. 2003), der mit 28,00 Sekunden über 50 m Freistil die Norm punktgenau getroffen hatte, steigerte sich als Sieger seines Zeitlaufes auf 27,71 Sekunden, was für ihn am Ende Rang 15 bedeutete. Noch einen Tick schneller unterwegs war Francis Hartl (Jg. 2001 – 27,03), der 19. wurde.

HEINZ GRASMANN

SSKC-Trio hat gute Chancen auf Edelmetall

In Nürnberg geht es um Jahrgangstitel

Auf Bun­des­e­be­ne und in fast al­len Bun­des­län­dern sind die Jahr­gangs- und Ju­nio­ren­meis­ter im Schwim­men längst er­mit­telt. Nicht so in Bay­ern. Die Ti­tel­kämp­fe im Frei­staat wer­den am Wo­che­n­en­de in Nürn­berg aus­ge­tra­gen und sind mit 604 Teil­neh­mern aus 89 Ve­r­ei­nen (2409 Ein­zel- und 8 Staf­fel­mel­dun­gen) wie­der her­vor­ra­gend be­setzt.

Gegen die besten Schwimmer im Freistaat anzutreten, ist für die jugendlichen Asse vom Untermain ein besonderes Ziel. Dieses haben heuer trotz hoher Normen 29 Akteure geschafft.

Vier Debütantinnen der SG

Mit einem 20-köpfigen Großaufgebot (109 Starts) tritt der SSKC Poseidon Aschaffenburg in Nürnberg-Langwasser an, wo eine neue Halle (50m-Becken mit 10 Starbahnen) einen prächtigen Rahmen geben wird. Von der TSG Kleinostheim qualifizierten sich fünf Jugendliche (10 Starts) und die im Neuaufbau befindliche SG TV Elsenfeld/TV Kleinwallstadt (4/7) bringt mit Adriana Bethke, Emelie Lazarov, Amelie Glasmann und Julia Ziegler gleich vier Debütantinnen an den Start.

Im Kampf um die Medaillen dürfen sich vor allem einige Akteure des SSKC Poseidon gute Chancen ausrechnen. Mit Anna Reibenspiess (8 Starts), Cäcilia Bausback und Nika Steigerwald (je 9) schickt Coach Ehrhardt immerhin drei Titelverteidigerinnen in die Rennen, die auch am Wochenende wieder zum engsten Favoritenkreis zählen.
hgr

2018-07-25T09:03:57+00:00