Süddeutsche Meiterschaften in Wetzlar und Freiburg

///Süddeutsche Meiterschaften in Wetzlar und Freiburg

Süddeutsche Meiterschaften in Wetzlar und Freiburg

Nika Steigerwald holt zweimal Gold bei den süddeutschen Meisterschaften im Schwimmen

Sehr er­folg­reich schnit­ten die Schwim­mer des SSKC Po­s­ei­don Aschaf­fen­burg bei den süd­deut­schen Meis­ter­schaf­ten in Frei­burg im Breis­gau und Wetz­lar ab. Vier der ins­ge­s­amt sie­ben für die Ti­tel­kämp­fe qua­li­fi­zier­ten Akteu­re brach­ten es auf ins­ge­s­amt elf Po­dest­plät­ze – ei­ne stol­ze Bi­lanz!

In Wetzlar sicherte sich Nika Steigerwald (Jahrgang 2006) zwei Titel und eine Vizemeisterschaft im Brustschwimmen. Der gleichaltrige Alexander Gening brachte es in der gleichen Schwimmart auf dreimal Bronze und lieferte sein silbernes Glanzstück über 200 m Lagen ab.

Bei den älteren Jahrgängen in Freiburg wiederholten Anna Reibenspiess (zweimal Silber, einmal Bronze) und Cäcilia Bausback (Silber über 200 m Schmetterling) ihre Erfolge aus dem Vorjahr.

Bereits am Freitag waren vier Poseidonmädels in den Breisgau gefahren, wo sie im schnelleren der beiden Zeitläufe die Staffel über 4 x 200 m Freistil in Angriff nahmen. Hinter dem Spitzentrio SV Nikar Heidelberg (8:37,84), SC Prinz Eugen München (8:51,99) und SV Waiblingen (8:56,03) schwammen Anna Reibenspiess, Cäcilia Bausback, Anika Heinz und Fabienne Krüger ein beherztes Rennen und erkämpften sich in 9:02,24 Minuten vor elf weiteren Teams den ausgezeichneten vierten Platz.

Neuer Kreisrekord

Für die erste Freiburger Medaille sorgte Anna Reibenspiess. Über 200 R gab es im Jahrgang 2002 die erwarteten Podestplätze: Die überragende Karlsruherin Giulia Goerigk (vier Jahrgangssiege und ein Titel in der offenen Klasse) sicherte sich in 2:16,55 Minuten Gold vor Annalena Wagner (SG Mittelfranken, 2:19,52) und Anna Reibenspiess, die als gute Dritte in 2:24,50 Minuten ihren eigenen Kreisrekord (2018: 2:25,16) unterbot. Das nächste Edelmetall sicherte sich Cäcilia Bausback (Jg. 2003). Auf ihrer Paradestrecke, 200 m Schmetterling, schwamm sie erneut nahe an ihre Hausmarke heran und verteidigte in 2:27,02 Minuten ihren im vergangenen Jahr erkämpften Silberrang erfolgreich.

Diesen peilte anschließend auch Anna Reibenspiess über 200 m Lagen an. Im Kampf um den Jahrgangstitel stand ihr erneut nur die Karlsruher Spitzenschwimmerin im Weg, die sich nach dem Jahrgangssieg (2:18,80) später auch den Sieg im Finale der offenen Klasse (2:19,38) holte. Anna erreichte als Zweite im Jahrgang mit 2:24,49 Minuten mit der siebtbesten Zeit ebenfalls das Finale. Dort unterbot sie einen weiteren Kreisrekord (2:24,00) und verbesserte sich in 2:23,85 Minuten (673 Fina-Punkte!) auf Rang sechs.

Erfolgsmeldungen kamen zur gleichen Zeit auch aus Wetzlar. Dort stand zum Auftakt das 200-m-Brustschwimmen auf dem Programm, und damit das mit Spannung erwartete erste Duell der beiden derzeit im DSV führenden Brustschwimmerinnen des Jahrgangs 2006, Nika Steigerwald (SSKC Poseidon) und Mia Sattelmaier (VfL Waiblingen).

Die junge Athletin aus Haibach ging das Rennen sehr forsch an und lag schon bald mit über eine Körperlänge in Front. Die leicht favorisierte Schwäbin ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Auf der dritten und vierten Teilstrecke kam sie mit gesteigertem Tempo gefährlich nahe. Nikas knappen Sieg in 2:47,06 Minuten konnte sie (2:47,27) jedoch nicht verhindern. Die Frankfurterin Theresa Braunberger lag als Dritte (2:54,08) um mehrere Längen hinter den beiden Führenden zurück.

Diese mussten noch im gleichen Abschnitt zum erneuten Duell antreten. Dieses Mal im Sprint über 50 Meter, wo das Poseidonmädel mit der besseren Hausmarke auf der Favoritenbahn startete und seine hohe Sprintfähigkeit unter Beweis stellte. In hervorragenden 34,25 (!) Sekunden verwies sie ihre Dauerkonkurrentin (34,67) erneut auf Rang zwei.

Zweimal Bronze

Nikas gleichaltriger Vereinskamerad Alexander Gening absolvierte jeweils im Anschluss an die Entscheidungen der Mädels das gleiche Programm und sicherte sich hinter den beiden überragenden Michael Raje (SSG Saar Max Ritter) und Robin Lienhart (SV Augsburg) im Kampf um Rang drei zweimal die Bronzemedaille. Mit einer Steigerung seiner Hausmarke um über fünf Sekunden auf tolle 2:27,05 Minuten eroberte er über 200 m Lagen wenig später den Silberrang deutlich vor dem Saarländer Lukas Fritzke (2:29,17). Der Sieg ging an den bärenstarken Augsburger Lienhart (2:23,94).

Nika Steigerwald überzeugte in dieser Disziplin ebenfalls mit einer neuen persönlichen Bestleistung (2:34,68) und holte sich als beste Bayerin überraschend Rang vier.

Auch am zweiten Tag galt in Wetzlar das Augenmerk dem Brustschwimmen – dieses Mal der 100-m-Distanz und dem erneuten Duell Steigerwald/Sattelmaier, bei dem der Schwäbin mit dem Sieg in 1:16,30 Minuten die Revanche für die beiden am Vortag erlittenen Niederlagen glückte. Nika (1:16,90) blieb gut zwei Sekunden hinter ihrer Bestmarke zurück. Wiederum mit einer starke Leistung machte Franka Timm auf sich aufmerksam, die in 1:22,08 Minuten unter den 18 Teilnehmerinnen Rang neun belegte.

Keine Veränderungen gab es an der Spitze der gleichaltrigen Jungen. Wieder siegte Raje (1:10,07) vor Lienhart (1:14,91) und Gening (1:16,45), womit der Aschaffenburger seinen vierten Podestplatz erreichte. Kurze Zeit darauf setzte er über 100 F mit neuer Haus-marke (1:01,62!) den positiven Schlusspunkt im Wetzlarer Europabad.

Bei den Titelkämpfen in Freiburg bestritten zur gleichen Zeit Cäcilia Bausback und Anna Reibenspiess ihre letzten Einzelrennen. Die Strietwälderin verbesserte als Siebte über 100 S ihre Hausmarke um 14 Hundertstelsekunden auf beachtliche 1:06,78 Minuten. Da fehlten nur vier Zehntel zu Bronze!
Anna Reibenspiess musste sich über 200 F auf dem Silberrang im Jahrgang 2002 nur Giulia Goerigk (2:05,57) beugen. Mit sehr guten 2:08,79 Minuten qualifizierte sie sich als Siebte für ein weiteres Finale. Dieses beendete sie in 2:10,14 Minuten mit einer Verbesserung auf den sechsten Rang.

Heinz Grasmann

Poseidon-Talente in Freiburg und Wetzlar: Steigerwald und Reibenspiess bei »Süddeutscher« im Fokus

In Frei­burg und Wetz­lar wer­den an die­sem Wo­che­n­en­de die süd­deut­schen Meis­ter­schaf­ten im Schwim­men auf der Lang­bahn (50 Me­ter) aus­ge­tra­gen.

Die jüngeren Jahrgänge (Jahrgänge 2005 bis 2007 weiblich und 2003 bis 2007 männlich) treffen in Nordhessen aufeinander, um in zahlen- und leistungsmäßig sehr stark besetzten Rennen (434 Teilnehmer aus 120 Vereinen) ihre Jahrgangsmeister zu ermitteln. Die älteren kämpfen im Breisgau um die Titel.

Vom SSKC Poseidon Aschaffenburg haben Alexander Gening sowie Cäcilia Bausback, Anika Heinz, Fabienne Krüger, Anna Reibenspiess, Nika Steigerwald und Franka Timm die hohen Qualifikationshürden genommen.

Im Wetzlarer Europabad trifft Nika Steigerwald (Jg. 2006) im Brustschwimmen als Nummer eins der aktuellen deutschen Bestenliste über 50 und 100 m auf die nahezu gleichstarke Mia Sattelmaier (VfL Waiblingen), die über 200 m die Spitzenposition einnimmt. Die beiden 13-Jährigen lieferten sich bereits im Vorjahr mehrfach mitreißende Duelle. Nahe an die Medaillenränge schob sich mit tollen Leistungen zuletzt auch Nikas gleichaltriger Clubkamerad Alexander Gening – ebenfalls im Brustschwimmen. Auch er geht in seiner Spezialschwimmart mit guten Chance auf allen drei Strecken in die Rennen. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit haben sich beide noch für jeweils drei weitere Disziplinen qualifiziert und suchen ihre Chancen vor allem über 200L. Franka Timm (Jg. 2006) schaffte zwei Normen und tritt über 50F und 100B an.

Bei den älteren Junioren in Freiburg trägt vor allem Anna Reibenspiess die Hoffnungen der Poseidonen auf Edelmetall. Sie beschränkt ihr Programm auf vier Einzeldisziplinen und zählt dort neben den Spitzenschwimmerinnen Giulia Goerik (SGR Karlsruhe) und Annalena Wagner (SG Mittelfranken) zum engsten Favoritenkreis. Mit starken Leistungen empfahl sich zuletzt auch wieder Cäcilia Bausback, die den Kampf auf allen drei Schmetterlingskonkurrenzen und 200L aufnehmen wird. Zusammen mit Anika Heinz und Fabienne Krüger, die sich für 200F qualifiziert haben, bestreiten beide auch die Staffelrennen über 100L sowie 100 und 200F.

hgr

2019-06-02T13:15:55+00:00