Poseidon-Schwimmer bleiben oben
Das erwartet heiße Wochenende erlebten die beiden Schwimmteams des SSKC Poseidon Aschaffenburg, die sich in Nürnberg beim Finale der Bayernliga mit einer tollen Mannschaftsleistung den Verbleib im bayerischen Oberhaus sicherten. In dem bis zum letzten Rennen äußerst spannenden Wettbewerb steigerten die Poseidonen ihre Vorkampfleistungen in 57 der insgesamt 68 Rennen, ehe sie mit Rang sieben (Männer) und acht der Gesamtwertung das rettende Ufer erreichten. Die Frauen verbesserten sich gegenüber dem Vorkampf um 501 auf stolze 18448 Punkte, die Männer legten gar 1531 drauf und überwanden mit 20146 Zählern den zweiten Zehntausender.
Gleich für einige der erhofften positiven »Ausrutscher« sorgte Routinier Stefan Grasmann, der seine Punktzahl aus dem Vorkampf bei erneut fünf Einsätzen um tolle 590 Zähler übertraf. Der 35-Jährige zwängte sich erstmals in seiner Laufbahn in einen engen Rennanzug und schwamm »auf Wolke sieben«. Im alles entscheidenden letzten Rennen des äußerst knappen Männerfinals, 100-m-Freistil, erzielte er in diesem Outfit mit 54,67 Sekunden noch eine persönliche Bestmarke. Besser als im Ingolstadter Vorkampf lief es auch bei Tom Ehrhardt, der mit seinen Spitzenzeiten die Progression der Punktetabelle voll ausnutzte. Den direkten Vergleich mit Kai Kuhlmann (Bamberg), der ihm eine Woche zuvor den bayerischen Kurzbahntitel über 50 m Schmetterling weggeschnappt hatte, entschied er in 25,42 Sekunden knapp für sich.
Igor Misovic punktete erfolgreich in den Sprintdisziplinen und weil mit Paul Konrad im Rücken- und Thomas Jung im Brustschwimmen auch die anderen DMS-erfahrenen Akteure voll im Soll lagen, ließen es auch die Youngsters krachen. Björn Weis steigerte sich erneut auf den längeren Kraulstrecken, der vielseitige Felix Sobietzki punktete querbeet und Peter Hasenstab unterstrich seine Sprintqualitäten im Kraul- und Delphinstil. Persönliche Bestmarken erzielten auch Sebastian Dobslaw (1500-m-Freistil) und Robin Amrhein (200-m-Brust).Das Frauen-Team, das sich schon bei Halbzeit ein stattliches Punktepolster gegenüber den gefährdeten Mannschaften Rosenheim und Frankenhöhe gesichert hatte, profitierte von der guten Rollenverteilung. So sicherten Alexandra Scholz und Isabella Spieler wertvolle Zähler auf den langen Kraulstrecken, während Fabienne Godde mit gesteigerten Leistungen im Lagenschwimmen aufwartete. An die Topleistungen einer Helena Kösterke hat man sich bereits gewöhnt. Auch in Nürnberg schwamm sie in allen fünf Einsätzen wieder nahe an ihre Rekordmarken heran und avancierte zur »Topscorerin«. Für die »Hingucker« aus SSKC-Sicht sorgte indes erneut Steffi Konrad, vor allem mit Glanzleistungen im Brustschwimmen. Mit sensationellen 35,82 Sekunden im Sprint holte sie allein 621 Mannschaftspunkte.
In Nürnberg geht es für den SSKC um die Wurst
Den Schwimmern des SSKC-Poseidon Aschaffenburg, steht ein heißes Wochenende bevor, denn beim Mannschaftsfinale in Nürnberg, kämpfen sie mit Frauen und Männern um den Verbleib in der Bayernliga. Beim Vorkampf in Ingolstadt konnten die beiden Teams als Aufsteiger mit der Konkurrenz mithalten und belegten im Zehnerfeld die Plätze sieben (Männer) und acht (Frauen). Im Finale, das auf der schnellen Bahn des Südbadens ausgetragen wird, ist jedoch eine beträchtliche Steigerung, gefordert zumal die Punkte aus dem Vorkampf nicht mitgenommen werden und man von der Konkurrenz nicht weiß, welche Joker im Finale noch ausgepackt werden.
Im Team der SSKC-Männer, das sich je zur Hälfte aus DMS-erfahrenen Routiniers über 28 Jahre und ehrgeizigen Jugendlichen zusammensetzt, wird es einige kleine Veränderungen geben. Da Robin Amrhein wieder ins Team rückt, ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten, die Erholungspausen einiger Akteure zwischen ihren Rennen etwas zu verlängern. Bei den Frauen vertraut Coach Gening, dem bewährten Team und hofft vor allem auf einige positive »Ausrutscher« im Stile von Isabella Spieler, die im Vorkampf ihren persönlichen Rekord über 200 m Rücken gleich um sieben Sekunden verbesserte. – Folgende Mannschaften treten im Finale an.