Flut von Bestmarken im Schwimmbecken
Ein großes Herz für die Schwimmer vom Untermain bewies die Marktgemeinde Großostheim, die am Wochenende ihr Freibad mit der sportgerechten 50-Meter-Bahn für die Kreismeisterschaften im Schwimmen zur Verfügung stellte. Die vielen, meist noch sehr jungen Wassersportler bedankten sich mit einer Flut neuer Bestmarken und spannenden Entscheidungen, in einem Programm, das außer 200 m Schmetterling und 400 m Lagen von den Sprints über 50 Meter bis zur Marathondistanz 1500 m Freistil reichte. In der offenen Klasse verbuchten Poseidon Aschaffenburg am Ende 21, der TV Elsenfeld fünf und die TSG Kleinostheim zwei Titel.
Während sich bei den Männern die Favoriten durchsetzten, gab es bei den Frauen einige Neuauflagen der Duelle vom Stockstädter »Großen Preis«. Carolin Schreck (TSG Kleinostheim – Jahrgang 1991), vor einer Woche überraschende Siegerin über 200 m Freistil, musste sich diesmal der gleichaltrigen Alexandra Scholz (Poseidon Aschaffenburg) beugen, die sich vom Start weg an die Spitze setzte und diese in 2:23,60 Minuten bis ins Ziel verteidigte. Die Kleinostheimerin ihrerseits unterstrich ihr enormes Stehvermögen über 400 und 800 m Freistil, wo sie mit neuen Vereinsrekorden (5:03,28, 10:29,67 Min.) zweifache Titelträgerin wurde. Beim Rückenschwimmen setzte sich im Sprint erwartungsgemäß Helena Kösterke (Poseidon Aschaffenburg) durch, während über 100 und 200 Meter ihre Vereinskameradin Isabella Spieler dominierte. Fabienne Godde trat im Brustschwimmen lediglich über 200 m zur erfolgreichen Titelverteidigung an, so dass die Siege über 50 m an die junge Annika Borrmann (Poseidon) und über 100 m an Carina Oberle (TV Elsenfeld) gingen.
Mit fünf Titeln erfolgreichste Starterin war erneut Helena Kösterke, die im Training etwas kürzer tritt und ihr Programm auf die Kurzstrecken reduzierte, wo ihr Nina Seubert (Poseidon) mit neuen Bestmarken nahe kam.
Als fleißigster Titelsammler der Männer erwies sich Andreas Gumbel mit drei Meisterschaften im Brustschwimmen, das ebenso wie das Rückenschwimmen weit hinter den Gesamtleistungen vergangener Jahre zurückblieb. Doppelsiege verbuchten Peter Hasenstab, Felix Sobietzki, Tom Ehrhardt (alle Poseidon) und Max Berninger (TV Elsenfeld), während Tim Bräutigam nach seiner Rückkehr von den deutschen Meisterschaften in Berlin (siehe Bericht auf dieser Seite) das abschließende 1500-m-Freistil zum »Ausschwimmen« nutzte und mit 17:45,29 Minuten seine Ausnahmestellung am Untermain unterstrich.
Die Gesamtbilanz der Titelkämpfe weist im weiblichen Bereich eine ordentliche Leistungsdichte auf, während im männlichen Bereich hinter der dünnen Spitze eine gehörige Lücke klafft. Bei den Youngsters der Jahrgänge 1997 – 99, die erstmals in eigenen Abschnitten ihre Wettkämpfe bestritten, gab es stattliche Teilnehmerfelder. In der Siegerliste tauchten einige Namen mehrfach auf: Je fünfmal setzten sich Alisa Hennl (TSG Kleinostheim – Jg. 1998) und Mertcan Bal (Poseidon – 1997) durch, je dreimal siegten Hannah Braun (TSG Kleinostheim – 1999), Dennis Köth (1998) und Lisa Diener (beide Poseidon – 1997).
Schwimm-Titelkämpfe in Großostheim
Mit ihren Kreismeisterschaften am Wochenende in Großostheim beginnen die Schwimmer vom Untermain auf unterster Ebene ihre Serie von Titelkämpfen, die Ende Juli mit den Bayerischen Jahrgangsmeisterschaften in Aschaffenburg ihren Höhepunkt erreicht. Bei der Veranstaltung im Freibad der Bachgaumetropole gibt es noch keine Startbeschränkungen und entsprechend umfangreich fiel das Meldeergebnis aus, für das heuer die Schwimmabteilung der TSG Kleinostheim verantwortlich war.
Die größten Teilnehmerfelder weisen die kurzen Freistilstrecken auf. So sind allein für die Entscheidungen über 50 m zwölf (im weiblichen Bereich) beziehungsweise elf (männlich) Zeitläufe nötig, und das bei acht zur Verfügung stehenden Bahnen. Auffallend ist dagegen das nachlassende Interesse am Rückenschwimmen, vor allem wenn es auf die Distanzen über 100 oder gar 200 m geht.
Anders stellt sich die Situation beim Nachwuchs der Jahrgänge 1997-99 dar, der seine Kräfte in zwei eigens für diese Altersgruppe geschaffenen Abschnitten am Samstag um 16.45 Uhr und am Sonntag ab 15.30 Uhr messen wird. Die Youngsters stehen geradezu aufs Rückenschwimmen und sind in dieser Disziplin ebenso stark vertreten wie im Kraul- und Brustschwimmen.
Die eigentlichen Titelkämpfe – ab Jahrgang 1996 dürfen heuer Mädels und Jungen an den Meisterschaften auf unterster Ebene teilnehmen – beginnen am Samstag um 18.30 Uhr und werden am Sonntag in drei Abschnitten fortgesetzt. Beginn dieser Wettkämpfe ist um 10 und 13 Uhr, die langen Strecken zum Abschluss ab ca. 16 Uhr.