Ehrhardt eine Klasse für sich

Bei wechselhaftem Wetter fanden am vorigen Wochenende die bayerischen Schwimmmeisterschaften »Masters kurze Strecken« in Fürth statt, bei denen die Clubs vom Untermain glänzten.

Im Vergleich zu 2006 war die Zahl der Teilnehmer von 468 auf 480 gestiegen. Diese gaben 1512 Einzel- und 265 Staffelmeldungen ab. Es waren 78 bayerische Vereinen am Start. Insgesamt 38 Schwimmer vom Delphin 1990 Stockstadt (DS), TSG Kleinostheim (TSG) und dem SSKC Poseidon Aschaffenburg (Pos) vertraten den Untermain. Nach dem MSV München (43/141/39) war der SSKC Poseidon mit 23 Aktiven, 84 Einzel- und 28 Staffelmeldungen der zweitstärkste Verein in Bayern. Dies blieb auch so bei der Endabrechnung. Mit 55 Medaillen (24/18/13) lagen die Poseidonen auf Platzvor dem TSV Lindau (22/13/10). Unangefochten die Nr. Eins: MSV München, mit der Bilanz von 55/39/17.

Als einer der besten Masters-Schwimmer in Bayern erwies sich einmal mehr Thomas Ehrhardt (Pos/AK 30). Bei sechs Einzelstarts wurde er sechsmal bayerischer Meister. Fast unangefochten gewann er seine Titel über 200 m Lagen (2:23,61), 100 m Schmetterling (1:04,04), 100 m Freistil (0:56,81), 100 m Rücken (1:08,23) und 200 m Freistil (2:06,39). Über 50 m Schmetterling teilte er sich den Titel mit Kai Kuhlmann von der SG Bamberg bei Zeitgleichheit (0:26,65).

Bei den Frauen war Lena Schwarz (Pos/AK 20) besonders erfolgreich. Zweimal Gold für 50/100 m Freistil (0:28,41/1:03,31) und zweimal Bronze für 50 m S/0:32,00 und 200 m F/2:24,75 war ihre Einzelbilanz. Die Siegerzeit von 50 m Freistil bedeuteten gleichzeitig die Verbesserung des Kreisrekordes um 31/100 Sekunden. Der alte stammte von Helena Kösterke aus dem Jahr 2003. Felix Sobietzki (Poseidon/AK 20) holte sich zum Einstand bei den »Masters« Gold über 200 m L/2:29,40 und 100 m Schmett (1:02,53). Die Zeit von 2:10,79 bedeuteten den Bronzeplatz über 200 m F. Igor Misovic (AK 30/Pos) siegte über 50 m F (0:25,78) und 50 m Rücken (0:29,98). Vizemeister wurde er bei 100 m Brust (1:6,12) und Dritter über 50 m B in 0:32,83. Stefan Uhrig (Pos/AK 25) holte sich die Meisterschaft über 100 m Schmetterling in 1:07,06 und den Vizetitel bei halber Strecke in 0:28,77 Minuten. Elke Freudenberger (DS/AK 60) siegte über 50 m Rücken (0:57,20) und wurde Dritte über 50 m Freistil (0:48,39). Helena Kösterke (Pos/AK 20) gewann die 50 m Rücken (0:34,00) und holte zwei Silbermedaillen (50/100 m S 0:31,77/1:12,97). Isabella Spieler (Pos/AK 20) erschwamm sich Gold, Silber und Bronze (100 m R/1:14,18, 200 m L 2:47,41 u. 50 m R/0:35,42). Weitere Platzierungen auf dem Siegerpodest erreichten: Steffi Konrad (Pos/AK 30): 2. 50 m B (0:40,19), 3. 50 m S/0:33,02, 50 m F/0:29,94); Carolin Uhrig (Pos/AK 20): 2. 50 m R/0:35,40; Christian Seifert (Pos/AK 25): 2. 100 m S/1:10,52, 3.Pl. 50 m R/0:34,03; Ingo Zahn (Pos/AK 40): 3. 200 m F/2:19,64; Uwe von der Tann (Pos/AK 50): 3. 100 m R/1:32,28.

Die Staffelwettbewerbe boten spannende Rennen. Von den 28 gemeldeten Staffeln des Poseidon Aschaffenburg wurde in wechselnden Besetzungen neunmal Gold, zehnmal Silber und dreimal Bronze gewonnen. Jeder der Mannschaft stand somit mindestens einmal auf dem Treppchen. Die Ausgewogenheit der Poseidonen zeigte sich hierbei bei zwei neuen Kreisrekorden (KR). Helena Kösterke, Steffi Konrad, Lena Schwarz und Carolin Uhrig knackten in AK 100+ startend über 4 x 50 m Freistil die 2-Minuten-Marke und schwammen mit 1:59,67 neuen Kreisrekord (alt 2:00,86). Aus dem Jahre 1994 stammte der alte Kreisrekord über 4 x 50 m Lagen (2:21,95), welchen jetzt Isabella Spieler, Steffi Konrad, Verena Spieler und Lena Schwarz auf 2:18,62 (AK 80+) verbesserten. Die Mannschaft von Delphin Stockstadt sicherte sich eine Bronzemedaille in der AK 160+ über 4×50-m-Rücken (4:02,20) in der Besetzung Elke Freudenberger, Marion Sauer, Cornelia Uhrig und Birgit Schönig.