Kein einfaches Wochenende hatten das achtköpfige Aufgebot des SSKC Poseidon Aschaffenburg bei den Bayerischen Meisterschaften der offenen Klasse auf der 50m-Bahn in Würzburg. Mit lediglich einer Finalteilnahme und einer Bestzeitenquote von unter 10% blieben die Schützlinge von Coach Ivan Matteuzzi deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Mit insgesamt über 400 Schwimmern aus 54 bayerischen Vereinen war der Wettkampf, der von Freitag bis Sonntag auf drei Tage verteilt ausgetragen wurde, gut besetzt. Für die beeindruckendsten Leistungen des Wochenendes sorgten erwartungsgemäß die Top-Schwimmer der bayerischen Landesstützpunkte aus München und Nürnberg sowie die Teams aus Erlangen, Ingolstadt und Bamberg, die auch in der Mannschaftswertung die vorderen Plätze unter sich ausmachten.

Für die einzige Finalteilnahme aus Sicht der Aschaffenburger sorgte Lissy Konrad (2009) über 50m Schmetterling. Die Haibacherin rutschte nach Platz neun im Vorlauf als Nachrückerin in den Endlauf der besten Acht und konnte sich hier nochmals steigern. Mit schnellen 0:29,96 blieb sie knapp unter der 30-Sekunden-Marke, verfehlte ihre Bestzeit nur um wenige Hundertstelsekunden und verbesserte sich auf den siebten Rang.

Eine starke Leistung zeigte Konrad auch im Sprint über 50m Rücken. Zwar verpasste sie im engen Feld um weniger als zwei Zehntelsekunden den Endlauf nur knapp, konnte sich aber dennoch über eine ordentliche neue Bestzeiten freuen. Mit ihrer Leistung sicherte sie sich zudem das Ticket für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Juni.

Für den Rest der Mannschaft lief es in Würzburg weniger rund. „Die Monate Februar und März waren durch mehrere Abwesenheiten innerhalb der Gruppe geprägt, unter anderem bedingt durch Krankheiten, schulische Verpflichtungen und Ferienzeiten,“ schildert Ivan Matteuzzi die aktuelle Situation. „Das hat sich verständlicherweise auf die Trainingskontinuität und damit auch auf die Wettkampfleistungen ausgewirkt.“

Für einige Lichtblicke sorgte David Gening (2010), der zwar keine neue Bestzeit aufstellen konnte, über 200m Rücken und 200m Lagen jedoch nah an diese Marken heranschwamm. Gleiches gelang ihm über 100m Rücken, wo er knapp am Finale vorbeischrammte. Ordentliche Leistungen erzielten außerdem Malo Morones-Spira (2007) und Timo Bläs (2009).

Der Blick von Ivan Matteuzzi richtet sich trotz des leichten Rückschlags nach vorne. In den Osterferien steht für das Team ein zwölftägiges Trainingslager in Italien an, in dem weiter an der Form gearbeitet und die Weichen für die wichtigen Meisterschaften in Frühjahr und Sommer gestellt werden sollen.

Derweil schafften es drei ehemalige Poseidonen für ihren neuen Verein, dem SV Würzburg 05, beim „Heimspiel“ zu überzeugen: Maxim Sarkany (2007) sicherte sich über 200m Schmetterling die Silbermedaille und schrammte trotz neuer Bestzeiten als Vierter über 200m und 400m Freistil knapp am Podium vorbei. Vanessa Vavricka (2011) stellte vier neue Hausmarken auf schwamm als Siebte über 200m Brust genauso in die Top-10 Bayerns wie Ex-Poseidone Mika Heller (2010) mit Rang fünf über dieselbe Strecke.

SCHWIMMEN IN ZAHLEN

Timo Bläs (2009): 50R 0:31,42 (31.); 200R 2:27,25 (11.); Linus Dietrich (2010): 50B 0:31,73 (16.); 100B 1:13,60 (22.); 50F 0:28,25 (61.); 50S 0:29,36 (41.); Leon Finnegan (2008): 50B 0:31,47 (12.); 50R 0:30,08 (22.); 50B AB; 50F 0:25,69 (26.); 50S 0:27,28 (16.); 100S 1:02,21 (22.); David Gening (2010): 200S 2:32,85 (13.); 100R 1:04,81 (12.); 200B 2:43,76 (16.); 200L 2:23,43 (17.); 200R 2:22,47 (7.); Bastian Hock (2009): 50B 0:34,00 (35.); Malo Morones-Spira (2007): 50F 0:26,47 (43.); 100R 1:05,02 (13.); Lana Fecher (2008): 50R 0:32,61 (10.); 100R 1:12,00 (28.); Lissy Konrad (2009): 50R 0:32,70 (13./BZ); 50F 0:28,33 (12.); 50S 0:30,15 (9.); 50S 0:29,96 (7.); 100F 1:02,53 (21.); 100S 1:08,28 (10.)