Mit geballter Nachwuchs-Power war der SSKC Poseidon Aschaffenburg am vergangenen Samstag beim 49. Wilhelm-Pompe-Gedächtnisschwimmen in Hanau am Start. Mit insgesamt 72 Schwimmern hatten die Poseidonen das mit Abstand größte Team am Start und stellte sich der Konkurrenz aus verschiedenen südhessischen Vereinen.
Auch wenn es nur eine Ein-Tages-Veranstaltung war, wurde den Nachwuchstalenten einiges abverlangt: Bereits um 7:30 Uhr begann das Einschwimmen und eine Stunde später der Wettkampf, das letzte Rennen ging erst um 19:00 Uhr ins Wasser.
Von diesen anstrengenden Bedingungen ließen sich die Schwimmer allerdings nicht beirren und konnten einige starke Zeiten ins Wasser bringen. Mit einer geschlossenen Teamleistung landete der SSKC Poseidon in der Mannschaftwertung hinter dem WSV Delphin Großauheim und dem SC Udina Bruchköbel zudem auf einem guten dritten Platz.
Für die größte Überraschung sorgte Leo Kempf (2015), der gleich dreimal ganz oben auf dem Podest landete: über 50m, 100m und 200m Freistil. Dabei konnte seine alten Bestzeiten deutlich unterbieten – mit einer derart positive Entwicklung hätte selbst seine Trainerin Svenja Lotz nicht gerechnet.
Neben Kempf zeigten sich auch die gleichaltrigen Nick Sievers, Raphael Stenger und Philipp Vydrin stark verbessert. Zwar verpasste das Trio, abgesehen von Sievers‘ respektablen zweiten Platz beim Debüt über 400m Freistil, den Sprung aufs Podest als Vierte, Fünfter oder Sechste mehrfach knapp. Mit den deutlichen Steigerungen von teilweise über 10 Sekunden können sie trotzdem sehr zufrieden sein.
Spannende Entwicklungen gibt es außerdem im Jahrgang 2017. Bei den letzten Wettkämpfen hatten hier Benno Buckow und Toni Markic stets tolle Fortschritte gezeigt und die gleichaltrige Konkurrenz aus der eigenen Trainingsgruppe dominiert. In Hanau konnte jedoch dahinter ein Trio auf sich Aufmerksam machen: Niklas Hermann, Robin Spenst und Erik Seifert.
Hermann schwamm vier neue Bestzeiten in vier Rennen und schaffte über 50m Brust genauso den Sprung aufs Podest wie Spenst über 100m Rücken und 100m Brust sowie Seifert über 50m und 100m Freistil. Auch wenn an Markic (4x Gold) und Buckow (1x Gold, 2x Silber) bei der Vergabe der Medaillen nach wie vor kein Weg vorbei führt, zeigen auch die Schwimmer dahinter gute Leistungen und können die Lücke langsam aber sicher verkleinern.
In dieser Altersklasse konnten aber nicht nur die Jungs auf sich Aufmerksam machen – auch bei den Mädchen gab es starke Entwicklungen im Jahrgang 2017. Charlotte Neitzer konnte dank deutlicher Verbesserungen in der Brust- und Freistil-Technik ihre jeweiligen Bestzeiten über 50m und 100m signifikant unterbieten. Eine ähnlich gute Entwicklung zeigte Philippa Wicklein mit starken Bestzeiten über 50m Rücken und 50m Freistil.
Beim Wettkampf in Hanau nutzen einige Poseidon-Talente die Chance, gewisse Strecken zum ersten Mal überhaupt zu schwimmen. Tolle Zeiten beim Debüt über eine 200m-Strecke zeigten unter anderem Veronika Bablick (2016) über 200m Freistil sowie Anna Braunschläger (2015), Valentina Desiderio (2015) Lina Kraus (2015) und Maya Kwiezinski (2016) über 200m Brust.