Bereits Mitte Dezember fand der Bayernliga-Durchgang der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft (DMS) im Schwimmen statt – hier war der SSKC Poseidon Aschaffenburg mit seiner ersten Damen- und Herrenmannschaft am Start und schwamm souverän zum Klassenerhalt.
Am vergangenen Samstag stand schließlich, sieben Wochen später, der Wettkampf für die Bezirksliga Unterfranken an. Durchgeführt im Kleinwallstädter Plattenbergbad waren insgesamt acht weibliche und acht männliche Mannschaften am Start, darunter jeweils drei Teams vom bayerischen Untermain: Die ersten Mannschaften der TSG Kleinostheim und SG Elsenfeld-Kleinwallstadt sowie die zweiten Mannschaften des SSKC Poseidon Aschaffenburg.
Während sich sowohl bei den Damen als auch bei den Herren die zweiten Mannschaften des SV Würzburg 05 souverän den Sieg sichern konnten, gelang der TSG Kleinostheim zweimal der Sprung aufs Podest: die Herren landeten auf Platz zwei, die Damen auf Rang drei. Der SSKC Poseidon Aschaffenburg verpasste als Vierter (Herren) und Fünfter (Damen) knapp das Treppchen, die beiden Teams der SG Elsenfeld-Kleinwallstadt landeten auf dem sechsten Platz.
Garant für den Erfolg der Kleinostheimer Herrenmannschaft waren die beiden Routiners Tim Krenz und Leon Prinz (Jahrgang 2002). Auch wenn Beide meist nicht ganz an ihre schnellen Bestzeiten heranschwimmen konnten, sammelten sie mit einem Schnitt von etwa 400 Punkten pro Start ordentlich Zähler für ihr Team. Für die beste Leistung sorgte Prinz über die 200m Lagen, wo er in 2:23,44 starke 437 Punkte beisteuerte und eine neue Bestzeit aufstellte.
Bei den jüngeren Sportlern im TSG-Team gab es eine Vielzahl weiterer Top-Leistungen zu bejubeln: Die beiden 2008er Laurin Bachmann und Lasse Heeg sorgten für neue Bestzeiten wie am Fließband, wobei die alten Marken teils deutlich unterboten werden konnten. Youngster Max Brand (2011) durfte sich ebenfalls über vier neue Hausmarken bei vier Starts freuen und überzeugte insbesondere über die langen Strecken 400m und 800m Freistil.
Bei den Kleinostheimer-Damen sorgte die Sechszehn-jährige Wilhelmine Kratz für die punktbeste Leistung – starke 498 Zähler erhielt sie für ihre Zeit von 2:19,08 über 200m Freistil. Überzeugen konnte sie allerdings auch im Sprint über 50m Schmetterling, wo sie in 0:30,97 eine tolle neue Bestzeit aufstellte.
Einen tollen Wettkampf abliefern konnte auch Rike Khin (2012). Vier neue Bestzeiten konnte sie aufstellen, wobei ihre Leistung über 50m Rücken besonders erwähnenswert ist: Mit einer deutlich Steigerung auf 0:34,91 sicherte sie sich Platz eins und holte 377 Punkte für ihr Team. Weitere Top-Platzierungen gab es zudem für Nora Strüder (2012) über die Brust- und Freistildistanzen und Evi Löffler (2010) im Brust- und Lagenschwimmen.
Auch wenn die Poseidon-Teams auf Platz vier bzw. fünf das Podest verpassten, konnten sich die Leistungen der Mannschaften sehen lassen – eine Bestzeiten-Quote von fast 70% zeigt die deutlichen Steigerungen schwarz auf weiß.
Bei den Herren überzeugten Philipp Veldkamp und Marian Zobl (2010). Veldkamp blieb über 100m Freistil in 0:59,30 erstmals unter der magischen Eine-Minute-Marke und holte, genauso wie mit starken Bestzeiten über 50m und 100m Schmetterling, mehr als 400 Punkte. Aber auch Zobl machte seine Sache über 100m Freistil sehr gut: in 1:01,61 unterbot auch er seine alte Bestzeit deutlich, mit 2:16,11 war er zudem über die doppelte Distanz schnell unterwegs.
Auch die weiteren Starter im Herren-Team konnten überzeugen: Felix Freudenberger, Jakob Markert (beide 2010) und Lukas Lederer (2009) schwammen bei all ihren Starts zu neuen Bestzeiten. Bei den Poseidon-Damen gelang dieses Kunststück ebenfalls einem Trio: Lona Bläs, Charlotte Heindle (beide 2011) und Evelina Glezman (2008) konnten jeweils eine Bestzeiten-Quote von 100% erreichen.
Glezman war es auch, die mit 353 Punkten über 200m Freistil für die punktbeste Leistung sorgte. Aber auch Sophia Grünewald, Nynke Brouwer (beide 2010) und Zoe Becker (2009) konnten mehrfach mit über 300 Punkten pro Strecke wichtige Zähler beisteuern. Ein Highlight für die Schwimmer war darüber hinaus sicher, dass Coach Dirk Brouwer (Jahrgang 1975) über 50m Brust selbst für ein Rennen ins Wasser sprang – als aktiver Schwimmer der Masters-Mannschaft konnte er gut bei den jüngeren Sportlern mithalten.
Für die SG Elsenfeld-Kleinwallstadt ging eine bunt gemischte Truppe an den Start, denn neben den Nachwuchstalenten wurde das Team durch einige Masters-Schwimmer ergänzt. Für eine gute Punkteausbeute sorgten dabei die Schwestern Julia und Isabel Karch (2009). Isabel überzeugte insbesondere mit einer neuen Bestzeit über 100m Freistil, Julia konnte gleich mehrere neue Hausmarken aufstellen – darunter eine starke Zeit von 1:24,26 über 100m Brust.
Mit vier neue Bestzeiten bei vier Starts konnte außerdem Leonie Dittler (2013) im eigenen Trainingsbecken glänzen. Bei den Herren der SG Elsenfeld-Kleinwallstadt gelang dies auch Til Büttner (2009). Im Team zudem für wichtige Punkte sorgte der gleichaltrige Jonas Nebauer sowie die Masters-Schwimmer Thomas Jung (1975) und Udo Spiwoks (1977).
SCHWIMMEN IN ZAHLEN
Endergebnis Bezirksliga Damen:
1. SV Würzburg 05 II (13.152 Punkte)
2. TG Kitzingen (12.155)
3. TSG Kleinostheim (11.178)
4. 1.SC Schweinfurt (9.991)
5. SSKC Poseidon Aschaffenburg II (9.115)
6. SG Elsenfeld-Kleinwallstadt (8.610)
7. SV Würzburg 05 III (6.906)
8. Höcherger Schwimmverein (6.131)
Endergebnis Bezirksliga Herren:
1. SV Würzburg 05 II (13.215)
2. TSG Kleinostheim (11.892)
3. TG Kitzingen (11.099)
4. SSKC Poseidon Aschaffenburg II (9.449)
5. Höchberger Schwimmverein (9.366)
6. SG Elsenfeld-Kleinwallstadt (7.481)
7. SV Würzburg 05 III (5.921)
8. Höchberger Schwimmverein II (3.500)