Im Anschluss an ein intensives Oster-Trainingslager in der Sonne Italiens galt es für die Schwimmer der ersten Wettkampf-Mannschaft des SSKC Poseidon Aschaffenburg am vergangenen Wochenende nun, die Früchte der harten Arbeit zu ernten: Beim hochkarätig besetzten Internationalen Nikar Quali-Meet in Heidelberg waren sie erstmals wieder im Wettkampf-Becken gefordert, wobei sich der Schub durch die anstrengenden Einheiten im besten Fall direkt in neue Bestzeiten ummünzen sollte.

Dies gelang dem fünfzehn-köpfigem Aufgebot im Trainigsbecken der Aschaffenburger Top-Schwimmerin Lena Ludwig nur teilweise – mit einer Bestzeitenquote von 34% konnten zwar einige schnelle Zeiten ins Wasser gebracht werden, dennoch hätte man direkt nach dem Trainingslager auch ein etwas besseres Ergebnis erwarten können.

Für eins der Highlights aus Sicht der Poseidonen sorgte Linus Dietrich (2010) der langsam wieder zu alter Stärke zurück findet. Aufgrund einer Verletzung am Finger musste er am Ende des vergangenen Jahres kürzer treten und geriet in Trainingsrückstand. In Heidelberg zeigte die Formkurve wieder deutlich nach oben: Über 50m und 100m Freistil präsentierte er sich sehr ordentlich und stellte zwei neue Bestzeiten auf.

Über seine Paradestrecke, den 50m Brust, schwamm er im Vorlauf sehr nah an seine persönliche Bestleistung heran – bereits ein guter Erfolg, mit dem er sich als Siebter für das Finale qualifizierte. Hier konnte er sich schließlich nochmal steigern, stellte mit starken 0:30,79 eine neue Bestzeit auf und verpasste trotz starker Konkurrenz als Vierter nur knapp das Podest. In der deutschen Bestenliste des Jahrgangs 2010 setzte er sich mit dieser Leistung auf Rang drei und bringt sich damit für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Anfang Juni in Position.

Aber auch Linus‘ Zwillingsschwester Lilli konnte mit ihrer Leistung am vergangenen Wochenende sehr zufrieden sein. Gleich drei neue Bestzeiten konnte die Sechszehnjährige aufstellen, mit einer besonders schnellen Zeit über 50m Freistil. Ebenso gut lief es für Lilli’s gleichaltrige Teamkollegin Maila Probst, die auch dreimal so schnell wie nie zuvor schwimmen konnte.

Weiterhin auf der Erfolgswelle schwimmt Timo Bläs (2009). Der Kahler konnte in den vergangenen Monaten mehrfach neue Bestzeiten aufstellen und knüpfte in Heidelberg nahtlos an die bisherigen Saisonleistungen an: In vier Rennen stellte er drei neue Bestzeiten auf, lediglich über 50m Rücken schrammte er an diesem Ziel vorbei.

Über 100m Freistil gelang Bläs erstmals eine 58er-Zeit – und war damit in guter Gesellschaft: Malo Morones-Spira (2007) und Bastian Hock (2009) schwammen beide ebenfalls in diesen Bereich und zeigten, dass die Poseidonen über diese Strecke in der Breite gut aufgestellt sind. David Gening (2010) gelang mit neuer Bestzeit von 0:57,67 sogar der Sprung unter die 58-Sekunden.

Gening konnte allerdings nicht nur über die 100m Freistil überzeugen. Mit neuen Bestzeiten über 50m Rücken und 50m Schmetterling zeigte er auch im Sprint gute Leistungen. Über die Schmetterling-Distanz gelang ihm sogar der Sprung ins Finale, wo er nur knapp langsamer war als im Vorlauf und somit seine Zeit nochmals bestätigen konnte.

Für einen positiven Lichtblick sorgte auch Lana Fecher (2008). Mit insgesamt acht Starts hatte sie ein ordentliches Programm zu bewältigen, mit einer guten neuen Bestzeit über 200m Rücken konnte sie dennoch auf einer ihrer Paradestrecken überzeugen. Eine neue Hausmarke stellte die 18-jährige zudem über 50m Freistil auf.

Neben den fünfzehn Poseidon-Schwimmern war von der TSG Kleinostheim mit Nora Strüder (2012) eine weitere Athletin von bayerischen Untermain in Heidelberg am Start. Während sie über 50m Freistil ihre Bestzeit verpasste, zeigte sie über die doppelte Distanz ein gutes Rennen und unterbot ihre alte Bestmarke um etwa eine halbe Sekunde.

SCHWIMMEN IN ZAHLEN
Timo Bläs (2009): 100F 0:58,79 (29.); 50R 0:32,45 (32.); 50F 0:27,10 (47.); 1500F 19:09,57 (13.); Linus Dietrich (2010): 100F 0:58,30 (26.); 50S 0:28,94 (34.); 50F 0:26,06 (26.); 50B 0:31,20 (7.); 50B 0:30,79 (4.); Leon Finnegan (2008): 100F 0:57,56 (16.); 50S 0:27,43 (10.); 50R 0:31,09 (24.); 100F 0:56,97; 100F 0:56,99 (4.); 100R 1:05,77 (15.); 50B 0:31,25 (9.); 100R 1:05,44 (7.); David Gening (2010): 50S 0:27,49 (12.); 50R 0:30,12 (20.); 200L 2:22,56 (12.); 100F 0:57,67; 50S 0:27,72 (4.); 200L 2:23,88 (4.); 100R 1:06,15 (18.); 100S 1:03,40 (13.); Bastian Hock (2009): 100F 0:58,23 (25.); 50S 0:28,78 (32.); 50F 0:26,37 (32.); 50B 0:34,69 (37.); Malo Morones-Spira (2007): 100F 0:58,19 (24.); 50R 0:29,64 (12.); 50R 0:29,66 (3.); Philipp Veldkamp (2010): 100F 1:01,16 (39.); 50S 0:29,03 (35.); 100S 1:06,53 (20.); 50F 0:27,61 (55.); Lilli Dietrich (2010): 100B 1:32,41 (25.); 50R 0:38,50 (40.); 200B 3:22,97 (27.); 50F 0:31,94 (58.); 50B 0:41,99 (27.); Lana Fecher (2008): 200R 2:33,45 (11.); 100F 1:05,25 (39.); 50R 0:32,97 (7.); 50R 0:33,31 (7.); 200R 2:35,26 (4.); 50F 0:28,87 (10.); 50B 0:38,30 (20.); Sarina Hartlaub (2010): 200S 3:27,01 (21./BZ); 100F 1:08,99 (55.); 50F 0:31,55 (56.); Jasmin Kämmer (2009): 200S 2:56,00 (18.); 100B 1:29,14 (23.); Maila Probst (2010): 200S 2:59,37 (19./BZ); 50R 0:35,80 (33.); 50F 0:30,79 (47.); 1500F 20:29,96 (10.); Hannah Schäffer (2008): 200L 2:52,14 (20.); 100F 1:09,91; 800F 10:42,96 (9.); 50F 0:31,27 (52.); 1500F 20:39,93 (11.): Nora Strüder (2012): 100F 1:03,62 (30./BZ); 50F 0:29,41 (26.)