139 Schwimmer, 476 Starts – so lautete die starke Blianz der Vereine vom bayerischen Untermain beim 4. Hanau Cup am vergangenen Sonntag. Mit dem SSKC Poseidon Aschaffenburg, dem TV Großostheim und Delfinha waren gleich drei Teams am Start und machten damit den größten Anteil des Teilnehmerfeldes aus. Für die Nachwuchsschwimmer war der Wettkampf die perfekte Chance, auf der 25m-Bahn neue Bestzeiten zu jagen und die Pflichtzeiten für die Unterfränkischen Meisterschaften in Angriff zu nehmen.

Aus Sicht von Svenja Lotz, Trainerin der Nachwuchsgruppen beim SSKC Poseidon, war der Wettkampf in Hanau ein voller Erfolg: „Ich bin sehr zufrieden. Es gab sehr viele deutliche Bestzeiten und auch die Technik-Verbesserungen waren bei allen Kindern sehr bemerkenswert.“ Besonders große Fortschritte sah Lotz im Bereich der Wenden, die technisch sehr sauber ausgeführt wurden – gerade auf der kurzen 25m-Bahn kann man hierdurch einige Sekunden gutmachen.

Auszeichnen konnte sich unter anderem ein Geschwisterpaar: Julian (Jahrgang 2014) und Kilian Zobl (2016) waren jeweils viermal am Start und sicherten sich vier Medaillen – somit gab es für Familie Zobl die volle Ausbeute von achtmal Edelmetall. Besonders schnell war Kilian über die Freistil-Distanzen, wo er sich Gold über 50m und 200m (in starken 3:13,34) sowie Silber über 100m sicherte.

Eine makellose Quote von drei Goldmedaillen bei drei Starts erreichte Julius Hahn (2015). Der Poseidone verbesserte sich über 200m Brust deutlich und war auch über 100m Brust und 200m Lagen nicht zu schlagen. Mit dreimal Silber mehrmals knapp am Platz ganz oben auf dem Podium vorbei schrammte Teamkollege Raphael Stenger – während er sich über 200m Brust Hahn geschlagen geben musste, war über 200m Freistil mit Leo Kempf ebenfalls nur einer seiner Teamkollege schneller. Aufgrund der deutlichen Steigerungen konnte Stenger dennoch sehr zufrieden sein.

Bei den Mädchen des SSKC Poseidon überzeugte Sarah Arenbeck. Die Zwölfjährige konnte ihre alten Bestzeiten bei allen Starts deutlich unterbieten – ein besonderes Lob erhielt sie für ihr Rennen über 100m Rücken, wo sie mit starken Verbesserungen in der Schwimm-Technik zur Bronzemedaille schwamm. Über ebendiese Strecke der Sprung aufs Podest gelang auch Veronika Bablick (2016), die auf dem zweiten Rang landete.

Mit vier Medaillen reichlich ausgezeichnet wurde Ida Gonschior (2016). Auch wenn es für die Poseidonin nicht für den Sprung nach ganz oben reichte, zeigte sie mit neuen Bestzeiten einen tollen Wettkampf. Besonders hervorzuheben ihre Leistung von 0:51,47 über 50m Brust, wo sie sich, wie auch über 100m Freistil und 100m Brust, nur der starken Lina Bock (TG Kitzingen) geschlagen geben musste. Über 50m Freistil war mit Anna Schwegler wiederum eine Teamkollegin schneller, die in 0:37,42 eine hervorragende neue Bestzeit aufstellte.