15. Juli 2026
Am kommenden Wochenende wird es für die Schwimmer vom bayerischen Untermain noch ein letztes Mal in dieser Saison ernst: Bei den Bayerischen Jahrgangsmeisterschaften in Würzburg, traditionell dem letzten Wettkampf vor den Sommerferien, kämpfen die Schwimmer um Bestzeiten, Medaillen und einen versöhnlichen Abschluss der Saison.
Von über 800 Sportlern aus dem gesamten Freistaat kommen 21 aus dem Kreis Aschaffenburg: Der SSKC Poseidon schickt zehn Athleten ins Rennen, aber auch die TSG Kleinostheim (6), die SG Elsenfeld-Kleinwallstadt (4) und der TV Großostheim (1) sind in diesem Jahr zahlenmäßig gut vertreten, wenn im Wolfgang-Adami-Bad bereits am Freitagnachmittag der erste Lauf ins Wasser geht.
Für Lissy Konrad, eine der Top-Schwimmerinnen der ersten Wettkampf-Mannschaft des SSKC Poseidon, sind die Meisterschaften dabei mehr als nur ein Pflichttermin: „Die Bayerischen sind immer ein guter Saisonabschluss – ein Highlight, auf das man nochmal hintrainiert“, sagt die 17-Jährige. Was den Wettkampf für sie besonders macht: Anders als bei anderen Höhepunkten, beispielsweise den Süddeutschen oder Deutschen Meisterschaften, ist diesmal ein Großteil der Mannschaft gemeinsam am Start. „Mit einer größeren Gruppe die Saison zu beenden macht einfach nochmal mehr Spaß.“
Sportlich blickt Konrad auf eine Saison mit Licht und Schatten zurück. Der Jahresauftakt verlief vielversprechend: „Am Anfang der Saison konnte ich einen großen Sprung machen, alles hat sehr gut funktioniert.“ Den vorläufigen Höhepunkt bildeten die Süddeutschen Meisterschaften, wo sie gleich zwei Medaillen gewinnen konnte. Im Anschluss lief es dagegen nicht mehr ganz so rund – insbesondere bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften blieb sie hinter ihren eigenen Erwartungen zurück.
Für Würzburg hat Konrad klare Ziele: Bestzeiten schwimmen und bestenfalls eine Medaille gewinnen – wobei sie ihre Chancen realistisch einschätzt. „Man hat schon im Meldeergebnis gesehen, dass mein Jahrgang sehr gut besetzt ist.“ Tatsächlich ist Konrad in ihren Rennen stets im schnellsten Lauf der besten acht Schwimmerinnen, auf den Favoriten-Bahnen sind jedoch andere gemeldet – im engen Feld befindet sich die Haibacherin also in Lauerstellung.
Die Vorbereitung verlief derweil gut: In den letzten Wochen gab es nochmal einige anspruchsvolle Trainingseinheiten, bei denen sie sich nach eigener Aussage „voll verausgaben“ konnte. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Vor zwei Wochen wurde bei Konrad ein starker Eisenmangel festgestellt, dessen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit schwer vorherzusagen ist. „Ich schau einfach mal, was geht – und dann wird man sehen, was rauskommt“, gibt sie sich pragmatisch.